Success Story | IFRC

Wie die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften ihre globale Speak up-Kultur mit EQS Integrity Line fördert

Reference IFRC | EQS Group

Ausgangssituation: Der Wunsch nach einer offenen Speak up-Kultur

Die IFRC ist das grösste humanitäre Netzwerk der Welt. Durch die Arbeit von 13,7 Millionen Freiwilligen werden 150 Millionen Menschen in 192 Ländern erreicht. Im Rahmen der Strategie 2030 hat sich die Organisation dazu verpflichtet, die grossen humanitären und entwicklungspolitischen Herausforderungen dieses Jahrzehnts zu bewältigen — und zwar ohne Diskriminierung aufgrund von Nationalität, Rasse, Geschlecht, Religion, Klasse oder politischer Überzeugung.  

Im Rahmen der Strategie 2030 wurden die Stärkung des Vertrauens in die Organisation  und des Verantwortungsbewusstseins  der Mitglieder als die Prioritäten für die Transformation der IFRC  definiert. Das begleitende Projekt läuft unter dem Namen “RC² Integrity” und verfolgt das Ziel, Fälle und Anschuldigungen, die auf Verstösse gegen humanitäre Grundsätze und Werte hinweisen, noch früher zu erkennen und darauf zu reagieren. Zudem soll unter den Freiwilligen und Mitarbeitenden eine offene Kommunikationskultur („Speak-up“-Kultur) gefördert werden. Um dies zu erreichen, setzt die IFRC auf eine ethische Organisationskultur, die das persönliche und institutionelle Verantwortungsbewusstsein in den Mittelpunkt der Arbeit stellt. Ein wichtiger Schritt war hierbei die Einführung eines digitalen Hinweisgebersystems.

Die Bemühungen der IFRC, neue und moderne Compliance-Standards durch das “RC² Integrity”- Projekt umzusetzen, wurden sogar mit einer Nominierung für den ECEC Award im Rahmen der European Compliance and Ethics Conference 2021 gewürdigt.

Modernisierung des Compliance-Programms und Entscheidungsprozesse innerhalb der IFRC

Vor der Strategie 2030 waren die Compliance-Tools und Ermittlungsmöglichkeiten der IFRC auf einem Stand von vor 2010 und bedurften dringend einer Überarbeitung. Denn vor der Umstellung auf ein digitales Compliance-System wurde der Grossteil der Untersuchungen mit Word und Excel durchgeführt. In den vergangenen sechs Jahren begann die Organisation deshalb in moderne Lösungen in den Bereichen Prävention, Investigation und Aufklärung zu investieren.

Zunächst evaluierte IFRC zehn Anbieter von Hinweisgebersystemen und reduzierte die Auswahl schliesslich auf fünf. Es wurden sowohl Callcenter-basierte Systeme, die weniger technologisch ausgefeilt waren, als auch umfassende digitale Lösungen geprüft. Letztendlich entschied sich die IFRC für das digitale Hinweisgebersystem EQS Integrity Line.

Die Gründe für die Umstellung auf ein digitales Hinweisgebersystem

Die IFRC nutzte ursprünglich das Hinweisgebersystem eines externen Anbieters. Dies führte jedoch zu einer hohen Dunkelziffer an unerkannten Fällen, da das System nur zögerlich von den Mitarbeitern angenommen wurde. Dennoch stieg die Zahl an Meldungen in den vergangenen Jahren drastisch und die   Organisation musste mit der Einrichtung mehrerer Kanäle reagieren. Der Flickenteppich aus unterschiedlichen Systemen, die Vielzahl an IFRC-Mitgliedern und das enorme Volumen an Berichten führte zu zahlreichen strukturellen und kulturellen Problemen mit dem bestehenden System. Daher war es sehr wichtig, dass ein neues digitales System skalierbar ist, um die Mitglieder in den verschiedenen Ländern zu unterstützen.

» Die Rückmeldungen sind bisher positiv. In der Vergangenheit gab es Misstrauen gegenüber der Telefon-Hotline, vor allem im Hinblick auf den Schutz der übermittelten Daten und Hinweise. Mit der neuen Lösung haben die Mitarbeiter die Gewissheit, dass es nur ein einziges System gibt, über das sie auf ihre Daten zugreifen und mit uns kommunizieren können. Das schafft Vertrauen, da sie sicher sein können, dass ihre Meldung vertraulich behandelt wird und ihre persönlichen Daten verschlüsselt  gespeichert werden. «

André Caria, Head of Investigation at IFRC

André Caria
Head of Investigations ,
IFRC

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Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften wurde am 5. Mai 1919 nach Ende des Ersten Weltkriegs gegründet. Heute gehören ihr 192 nationale Gesellschaften an. Ihr Hauptsitz ist in Genf, Schweiz. Die Organisation nutzt ihr grosses Netz von Freiwilligen, um Hilfsmassnahmen durchzuführen und den Opfern von Katastrophen zu helfen, aber auch um humanitäre Standards zu verbessern und Entwicklungsprojekte zu unterstützen. Die IFRC wird von sieben Grundprinzipien geleitet: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Universalität und Einheit.

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