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	<title>Integrity Line Blog - Aktuelle Experten-Beiträge | integrityline.com</title>
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		<title>Meldestellen-Beauftragte sind die Brandmauer des Unternehmens</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Angelina Dongauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Aug 2022 13:05:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Expertenbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit der EU-Whistleblower-Richtlinie müssen Unternehmen Meldestellen einrichten. Wir sprachen mit Henning Stuke über den richtigen Umgang mit Hinweisgebenden.<thumbnail_link>https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2022/03/eqs-group-blog-whistleblowing-psychologie.jpg</thumbnail_link>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="67801" class="elementor elementor-67801 elementor-48732" data-elementor-post-type="blog">
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							<h2>Die zentralen Bausteine im Umgang mit Whistleblowern</h2><p><b>Hallo Herr Stuke, Sie sind Kriminologe und schulen gemeinsam mit Frau Prof. Dr. Fehr die Meldestellen-Beauftragten im richtigen Umgang mit Hinweisgebern. Psychologie und Kommunikation sind dabei sehr wichtige Bausteine. Warum sind diese beide Aspekte so elementar vor dem Hintergrund der anstehenden Gesetzeslage mit dem kommenden <a href="https://www.integrityline.com/de/knowhow/blog/hinweisgeberschutzgesetz/" target="_blank" rel="noopener">Hinweisgeberschutzgesetz</a>?</b></p><p>Weil die Unternehmen mit diesem Wissen nicht nur bessere Informationen für ihre Ermittlungen erhalten, sondern vor allem ihr Risiko minimieren, dass kritische Sachverhalte an die externen Meldestellen der Behörden gelangen und damit für sie ausser Kontrolle geraten. <span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Leider haben viele Unternehmen an dieser Stelle noch einen blinden Fleck, weil sie darauf vertrauen, mit der Etablierung eines <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/was-ist-ein-whistleblowing-system/" target="_blank" rel="noopener">Meldekanals</a> alle notwenigen Voraussetzungen geschaffen zu haben, um einen möglichen Skandal verhindern. </span><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Das könnte aber ein fataler Irrtum sein, wenn man sich die internationale Datenlage¹ anschaut: </span></p><p><i>In über 90 % der Fälle bevorzugen Hinweisgeber die interne Meldung gegenüber einer externen. </i><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Das hat mit Pflichtbewusstsein gegenüber ihrer Organisation, instinktivem Normalverhalten und dem gesunden Menschenverstand zu tun, der eine Problemlösung zunächst immer erst auf der Ereignisebene vorschreibt.  </span><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Allerdings muss man wissen, dass bei 85% aller externen Meldungen immer erst mindestens eine interne Meldung vorausgegangen war, die aus Sicht des Hinweisgebers nicht zufriedenstellend bearbeitet wurde.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;"> </span></p><h2>Wie Sie die interne Meldung fördern</h2><p><span style="font-style: inherit;"><b>Was können Unternehmen tun, um eine externe Eskalation zu vermeiden?</b></span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Unternehmen haben eine gute Chance, wenn sie sich an entscheidender Stelle richtig verhalten, denn </span><span style="font-style: inherit;">Frustrationserlebnisse sind der grosse Treiber für externe Offenlegung.</span><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;"> Bei internen Meldungen finden wir oftmals eine Prävalenz altruistischer Beweggründe, weil es für den <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/was-ist-ein-whistleblower/" target="_blank" rel="noopener">Hinweisgeber</a> ‚nur’ um das Beenden eines Missstandes geht.  </span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Externes Whistleblowing ist hingegen oftmals von einer egoistischen Vergeltungsmotivation gekennzeichnet, bei der der Hinweisgeber das Unternehmen für sein Fehlverhalten zur Rechenschaft gezogen sehen will. </span><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Man muss immer berücksichtigen, dass sich Hinweisgeber in einer akut-individuellen Ausnahmesituation befinden, wenn man mit ihnen kommuniziert. </span><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Die Gefahr, dass sich ein Hinweisgeber nicht richtig verstanden oder ernst genommen fühlt und deshalb zu Kurzschlussreaktionen neigt, ist gross. </span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Es ist somit nicht nur die Frage des Vorhandenseins eines Meldekanals, sondern auch die seines psychologisch-kompetenten Betriebs. Schliesslich ist jedes Tool immer nur so gut wie sein menschlicher Anwender. </span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Wenn man so will, sind die Meldestellen-Beauftragten die letzte Brandmauer, die das Unternehmen vor unangenehmen Folgen schützen kann. </span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;"> </span></p><h2>Den Hinweisgeber wie einen Kunden betrachten</h2><p><b>Es ist also nicht nur eine Frage, ob sich ein Hinweisgeber zur Meldung entschliesst, sondern vor allem auch des “Wie”?  </b></p><p>Korrekt. Es geht dabei um die gesamtheitliche Qualität einer Meldestelle. Unternehmen sollten ihre Hinweisgeber als Kunden sehen, denen sie einen sicheren, leicht handhabbaren und damit niederschwelligen Zugang zum Meldekanal zur Verfügung stellen und diesen Kanal müssen die Unternehmen Hinweisgeber-zentriert betreuen.  </p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Die kriminologische Forschung zeigt, dass wir in Zukunft einen regelrechten Qualitätswettbewerb zwischen interner und externer Meldekanäle erleben werden. Der Staat weiss um die hohe Dunkelfeldproblematik in Unternehmen und Organisationen, die für ihn nur sehr begrenzt zugänglich ist. Deshalb will er Hinweisgeber animieren, sich öffentlichen Stellen zuzuwenden. </span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Dies kann man schon daran erkennen, dass Unternehmen potentielle Hinweisgeber zukünftig z. B. auf Ihrer Website mit einem Disclaimer darüber informieren müssen, dass sie ein Wahlrecht zwischen interner oder externer— also behördlicher — Meldung haben. Unternehmen müssen sogar noch klare und leicht zugängliche Informationen über die Erreichbarkeit der externen, behördlichen Meldestellen veröffentlichen. Die <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/white-paper/eu-whistleblowing-richtlinie-schweizer-organisationen/" target="_blank" rel="noopener">EU-Whistleblower-Richtlinie</a> (WBRL 1937/2019) hat dies den nationalen Gesetzgebern in Artikel 9 (1) lit g. WBRL vorgegeben. </span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Deshalb ist es umso wichtiger, den Hinweisgeber auch nach seiner internen Meldung in seiner Entscheidung zu bestärken, den richtigen Kanal gewählt zu haben, um ihn dann weiter konsequent an diesen zu binden. </span></p><p><strong style="font-style: inherit;">Wie sieht eine solche Bestätigung aus?</strong></p><p>Indem Sie z. B. die Eingangsbenachrichtigung, zu der die Unternehmen gesetzlich verpflichtet sein werden, mit einer freundlichen, persönlichen und vertrauensvollen Botschaft der/des Meldestellen-Beauftragte/n verknüpfen.  </p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Niemand möchte nur als Fallnummer gesehen oder behandelt werden. Und das schon gar nicht, wenn man sich nach einer langen und schwerwiegenden Kostenabschätzung zu einer Meldung entschliesst.  </span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Aus Forschungsstudien² im Auftrage des BKA weiss man, dass sich Zeitfenster für eine Aussagebereitschaft kurz öffnen und wieder schliessen. Deshalb ist es umso wichtiger, den richtigen Moment zu nutzen und umgehend zu handeln. </span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Das ist ein grosser Vorteil digitaler Meldekanäle, weil sie z. B. im Gegensatz zu einem Briefkasten für eine schnell-responsive Kommunikation ausgelegt sind. Ein solches Schreiben könnte z. B. sofort erscheinen, wenn sich der Hinweisgeber eine digitale Postbox einrichtet. </span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">In unseren Seminaren zeigen wir den Teilnehmern, welche psychologische Kriterien in einem solchem Begrüssungstext enthalten sein sollten, damit man schon ‚automatisiert‘ potentielle Ängste und Befürchtungen in einer Art Standardauskunft ausräumen kann. Auch ein vorgefertigtes Schreiben der Unternehmensleitung, in dem sie sich bei dem Whistleblower für diesen „couragierten Schritt“ bedankt, entfaltet eine wirksame Verstärkerfunktion. </span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;"> </span></p><h2>Das &#8220;Behaviorial Change Stairway&#8221;-Model</h2><p><b>Sie sprachen vorhin von der Bindung des Whistleblowers an den Meldekanal. Was muss man sich darunter vorstellen? </b></p><p>Als Unternehmen wollen wir einen Hinweisgeber zu einer umfassenden und uneingeschränkten Kooperation bewegen. So wird die Sachverhaltsaufklärung schneller und günstiger. Das geht aber nicht einfach per Knopfdruck. Hinweisgeber hadern mit der Entscheidung oft sogar noch nach ihrer Meldung. Es braucht daher einen systematischen Ansatz, um ängstliche und zögerliche Personen für eine Kooperation zu gewinnen. Deshalb schulen wir die Meldestellen-Beauftragten in dem sogenannten „Behaviorial Change Stairway Model“. Das ist ein Kommunikationsmodell, das vom FBI als Rahmenkonzept für Geiselnahmeverhandlungen entwickelt wurde und zum internationalen Standard für solche Szenarien avancierte. </p><p><strong>Wie funktioniert dieses Model? </strong></p><p>Das ist ein Stufenkonzept, bei dem Sie mehrere Schritte durchlaufen, bevor Sie einen Hinweisgeber direkt zu überzeugen versuchen. <span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">In unseren </span><a href="https://f.hubspotusercontent40.net/hubfs/4749693/2022_Hinweisgeber_Compliance_Flyer.pdf" target="_blank" rel="noopener">Schulungen</a><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;"> konzentrieren wir uns vornehmlich darauf, wie man dieses Model bei schriftlichen Meldungen anwendet, weil sie den Grossteil der Hinweise ausmachen.</span></p><p>Zunächst einmal muss man einen Hinweis ‚richtig lesen‘ und verstehen. Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht immer. Wenn man sich beim Lesen auf Sachinformationen und Fakten konzentriert, übersieht man wichtige Zwischentöne. Hier geht es um Bedürfnisse, Ängste und Befürchtungen, die Hinweisgeber offenkundig oder auch unbewusst durch ihre Wortwahl mitteilen. </p><h2>Psychologie und Empathie: Durch die Brille des Hinweisgebenden schauen</h2><p><b>Welche Fehler machen manche Unternehmen an dieser Stelle? </b></p><p>Viele Unternehmen übergehen oder überlesen diese Äusserungen, weil das Innenleben des Whistleblowers nachrangig gegenüber dem Aufklärungsinteresse erscheint. Whistleblower sehen das naturgemäss anders, weil sie das alleinige Kostenrisiko tragen und sich deshalb eine adäquate Berücksichtigung ihrer persönlichen Interessen nicht nur erhoffen, sondern diese erwarten.</p><p>Wir zeigen den Teilnehmern in unseren Seminaren, wie man mit der sog. Sequenzanalyse solch ungetarnte Nebensächlichkeiten in einem Text entdeckt, um das Anliegen des Hinweisgebers besser zu verstehen. Auch Sicherheitsbehörden nutzen die wissenschaftliche Sequenzanalyse zur Auswertung von Entführer- und Erpresserschreiben. Dies ist sozusagen das Werkzeug, mit dem sie in die Innensicht des Autors vordringen.</p><p><b>Was folgt danach? </b></p><p>Auf der zweiten Stufe geht es um Empathie. Damit meine ich nicht Mitleid, sondern den intellektuellen Perspektivwechsel und die Bereitschaft, durch die Brille des Hinweisgebers zu schauen. Um diese kognitive Empathie auszufüllen, muss der Meldestellen-Beauftragte wichtige  sozialpsychologische Effekte kennen. Denken Sie beispielsweise an den Bystander-Effekt, der besagt, dass je länger ein Missstand andauert und je mehr Menschen diesen beobachten, desto geringer die Wahrscheinlichkeit einer Meldung wird. Das ist für einen Meldestellen-Beauftragten von besonderer Bedeutung. </p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Sollten Beauftragte bspw. einen Hinweis erhalten, in dem der oder die HinweisgeberIn über einen ihnen schon lange bekannten Missstand berichtet, könnten die Meldestellen-Beauftragten fälschlicherweise Zweifel an der Integrität des Hinweisgebenden hegen und zu einer anderen Sachverhaltseinschätzung kommen.  </span></p><p>Zudem sollte der Meldestellen-Beauftragte alle gängigen, individuellen Ängste dezidiert kennen, denen sich Hinweisgeber ausgesetzt sehen. Da gibt es weitaus mehr als nur arbeitsrechtliche Konsequenzen. Wir haben diese Ängste aus der Forschungslage einmal für unsere Seminarteilnehmer als Hilfestellung extrahiert, damit sie sich leichter in die Situation des Whistleblowers einfinden können. </p><p><b>Reicht Empathie alleine schon aus? </b></p><p>Nein. Deshalb muss in einem nächsten Schritt eine vertrauensvolle und freundliche Verbindung zum Hinweisgeber aufgebaut werden. Man spricht hier von dem Begriff des Rapport (franz. Verbindung). Diesen Gedanken hatte man seinerzeit aus der Psychotherapie und -analyse auf Verhandlungssituationen übertragen. Man weiss, dass ein gutes Beziehungsklima nicht nur die Wirksamkeit einer therapeutischen Intervention erhöht, sondern sich Menschen auch viel einfacher überzeugen lassen. </p><p>Niemand möchte beispielsweise nur mit einem System kommunizieren, bei man nicht weiss, wer da antwortet. Menschen neigen zu Reaktanz, d. h. sie entwickeln innere Widerstände, wenn sie nicht vertrauen können. Der Meldekanal darf daher für sie keine Blackbox sein, die aus dem unbekannten Nichts antwortet. </p><h2>Wie Sie eine Bindung aufbauen und Vertrauen gewinnen</h2><p><b style="font-style: inherit;">Wie können die Beauftragten dies von vorne herein vermeiden?</b></p><p>Dafür sollten die Meldestellen-Beauftragten die eigene Hürde überwinden, sich depersonalisiert darzustellen. Es gibt in der Sozialpsychologie verschiedene Effekte und Reflexe, mit denen wir bei dem anderen Menschen Sympathie und Neugierde erzeugen können. Um die Bindung zu stärken, empfehlen wir, dass sich Meldestellen-Beauftragte auch anlasslos bei ihrem Hinweisgeber melden, um sich nach dessen Befinden zu erkundigen. Dies stärkt das Vertrauen in die Meldestelle als Rettungsanker. </p><p><b style="font-style: inherit;">Wenn man jetzt das Vertrauen nach den ersten Kommunikationen mit dem Hinweisgeber hinreichend gefestigt hat, wie können jetzt die Beeinflussungs- und Überzeugungstechniken eingesetzt werden? </b></p><p>Wenn man jetzt die Ängste und Befürchtungen des Hinweisgeber aus dem Text erkannt hat, kann man mit zwei unterschiedlichen psychologischen Ansätzen arbeiten, die auch parallel eingesetzt werden können.  </p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Bei ersterem handelt es sich um das Modell des ‚Inneren Teams’, einem Model aus der psychologischen Verhaltenspädagogik, das wegen seiner hohen Variabilität auch in Zeugenschutzprogrammen Anwendung findet. Hierbei geht es darum, die aussagefördernden Absichten eines Hinweisgebers gezielt zu stärken, indem man sie plakativ überbetont und konstant wiederholt. Gleichzeitig müssen potentiell berechtigte Ängste, die sich argumentativ nicht entkräften lassen, ignoriert werden, weil dies sonst dazu führen können, dass sie sich bei dem Hinweisgeber konstituieren und er aus dieser Gedankenschleife nicht mehr herauskommt. Dieses Model hilft sehr stark dabei, die Entscheidungsgedanken des Hinweisgebers von aussen zu sortieren und steuern.  </span></p><p><b style="font-style: inherit;">Und wie funktioniert der zweite Ansatz?</b></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Die andere Überzeugungstechnik arbeitet mit sogenannten Heuristiken, deren Wirksamkeit hinreichend in der Sozialpsychologie untersucht ist. Das sind kognitive Reflexe oder Abkürzungen, mit denen wir Menschen uns täglich in einer komplexen Welt bewegen. Sie ersparen uns aufwendige gedankliche Rechenoperationen und erleichtern Entscheidungen insbesondere dann, wenn wir unsicher sind. Hiervon gibt es rund sechs an der Zahl. Eine dieser Heuristiken ist die Reziprozität: Menschen fühlen sich verpflichtet, etwas zurückzugeben, wenn man ihnen zuvor etwas Unerwartetes oder Persönliches gegeben hat. Dadurch entsteht Beziehung und gegenseitiges Vertrauen. </span></p><p><b style="font-style: inherit;">Können Sie hierfür ein Beispiel aus dem Alltag nennen?</b></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Denken Sie z. B. an eine Geburtstagseinladung, mit der Sie nicht gerechnet haben. Sie werden sich verpflichtet fühlen, später eine Gegeneinladung auszusprechen. So können Sie beispielsweise einem Hinweisgeber mitteilen, dass Sie sich persönlich viele Gedanken zu seiner Situation und dem Fall gemacht haben und dies jetzt gerne mit ihm weiter erörtern würden. Hinweisgeber werden ein solches Verhalten wertschätzend empfinden und sich ihnen gerne weiter zuwenden. </span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Es geht also immer darum, den Hinweisgeber zu einer vollumfänglichen Kooperation zu bewegen und dazu bieten wir den Meldestellen-Beauftragten in unseren <a href="https://hinweisgeber-compliance.de/#seminars" target="_blank" rel="noopener">Trainings</a> gerne unser Wissen an. </span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;"> </span></p><p><b style="font-style: inherit;">Vielen Dank für dieses spannende Interview, Herr Stuke. <span style="font-style: inherit;">Wir freuen uns sehr, dass Sie unseren Kunden hier einen wirklich wichtigen Mehrwert bieten können.   </span></b></p><p><b style="font-style: inherit;"><span style="font-style: inherit;"> </span></b></p><p>Quellen:</p><p>¹Herold, Whistleblower. Entscheidungsfindung, Meldeverhalten und kriminologische Bewertung. Schriften zur Kriminologie., 2016, S. 87, 349. </p><p>²Helfferich/Kavemann/Rabe, Determinanten der Aussagebereitschaft von Opfern des Menschenhandels zum Zweck sexueller Ausbeutung. Eine qualitative Opferbefragung, 2010, S. 15</p>						</div>
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		<title>Whistleblowing und Hinweisgeberschutz: Was Franchiseunternehmen wissen müssen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Angelina Dongauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Aug 2022 10:27:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Franchiseunternehmen stehen vor besonderen Compliance-Anforderungen. Erfahren Sie, wie Sie sich und Ihre Franchisenehmer schützen können.<thumbnail_link>https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2021/09/integrity-line-blog-franchise.jpg</thumbnail_link>
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							<p>Die EU-Whistleblowing-Richtlinie verpflichtet Unternehmen ab 50 Beschäftigten dazu, ein Hinweisgebersystem einzurichten, über die Mitarbeiter und sogar externe Parteien mutmassliches Fehlverhalten melden können. Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern müssen bereits ab Dezember 2021 Massnahmen ergreifen, für kleinere Unternehmen mit 50 bis 249 Mitarbeitern läuft die Frist noch bis Ende 2023.</p>						</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Anforderungen an ein Hinweisgebersystem</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Während Franchiseunternehmen in der Regel bereits über ein Compliance Management System verfügen, benötigen Franchisenehmer Unterstützung in Form einer fertigen Plug-and-Play-Lösung. Eine geeignete <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/">Whistleblowing Software</a> sollte mit geringem Aufwand für alle Franchisenehmer und Standorte anpassbar und skalierbar sein. Darüber hinaus sollte sie idealerweise strenge Datenschutzanforderungen erfüllen, anonyme Meldungen ermöglichen und von jedem Land aus und zu jeder Zeit erreichbar sein.</p>						</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Die Vorteile eines digitalen Hinweisgebersystems</h2>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-35b907e9 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="35b907e9" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Digitale Hinweisgebersysteme haben sich mittlerweile als Best Practice etabliert. Sie lassen sich leicht an die Grösse des Unternehmens und an verschiedene Sprachen anpassen, was für international tätige Unternehmen ein klarer Vorteil ist.</p>
<p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Digitale Lösungen eignen sich für kleine und mittlere Franchisenehmer ebenso gut wie für grosse Konzerne oder Franchiseunternehmen. Eine gute digitale Whistleblowing Software kann zudem in einfacher Sprache aufgesetzt werden, um eine bessere Zugänglichkeit zu gewährleisten und Menschen mit Behinderungen oder begrenzten Sprachkenntnissen gerecht zu werden.</span></p>
<p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Franchisenehmer haben oft eine hohe Mitarbeiterfluktuation. Ausserdem haben die Beschäftigten in der Regel keinen normalen Zugang zu einem Büro, da sie beispielsweise hinter einem Ladentisch arbeiten. Ein digitales Meldesystem, z. B. eine Smartphone-App, die auch eine mobile Fallbearbeitung oder Weiterleitung ermöglicht, ist somit besonders gut geeignet.</span></p>						</div>
				</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Warum dieselbe digitale Lösung für alle Franchisenehmer?</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Für Franchisenehmer gestaltet sich die Auswahl, Implementierung und Kommunikation des richtigen Hinweisgebersystems aufgrund mangelnder Ressourcen und Erfahrung möglicherweise schwierig. Franchiseunternehmen können daher davon profitieren, wenn sie ihren Partnern und Franchisenehmern eine digitale und rechtskonforme End-to-End-Lösung aus einer Hand anbieten oder empfehlen, denn:</p>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-95cd3ff elementor-icon-list--layout-traditional elementor-list-item-link-full_width elementor-widget elementor-widget-icon-list" data-id="95cd3ff" data-element_type="widget" data-widget_type="icon-list.default">
				<div class="elementor-widget-container">
					<ul class="elementor-icon-list-items">
							<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Sie können sich und ihre Partner vor Reputationsschäden, Sanktionen und Skandalen schützen</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text"> Sie können die Anforderungen der EU-Whistleblowing-Richtlinie erfüllen</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Sie können die Datenschutzanforderungen erfüllen</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Sie erhöhen ihre Attraktivität als Geschäftspartner für Banken, Kunden, Mitarbeiter und (potenzielle) Franchisenehmer</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Sie erhalten eine attraktive, schlüsselfertige End-to-End-Lösung, die auf Wunsch auch eine Fallbearbeitung und Ersteinschätzung durch eine Anwaltskanzlei beinhaltet</span>
									</li>
						</ul>
				</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Was Sie über Whistleblowing-Policies wissen müssen</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Die EU-Whistleblowing-Richtlinie verlangt nicht nur, dass Unternehmen Meldekanäle einrichten, sondern auch, dass sie eine <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/whistleblowing-policy/">Whistleblowing-Policy</a> entwickeln. Doch wie können Sie Ihre Partner dabei am besten unterstützen? Wenn möglich, erstellen Sie eine einheitliche Policy, die sich an den strengsten gesetzlichen Vorgaben orientiert und als Vorlage für Ihre Franchisenehmer dient. Die Policy muss Folgendes enthalten:</p>						</div>
				</div>
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					<ul class="elementor-icon-list-items">
							<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text"> Ziel und Zweck der Policy</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Definition des Begriffs "Whistleblower" (Hinweisgeber)</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Regeln und Pflichten zur Meldung</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text"> Welche Meldewege genutzt werden können</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text"> Welche Meldungen und Themen zulässig sind (was kann/sollte wann gemeldet werden und was nicht?)</span>
									</li>
						</ul>
				</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-e2e3015 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="e2e3015" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Stellen Sie sicher, dass Ihre oberste und mittlere Führungsebene zu den wichtigsten Informationen über Whistleblowing geschult werden, um sicherzustellen, dass sie hinter der Umsetzung des Systems stehen. Dies fördert eine offene Gesprächskultur im Unternehmen und stellt sicher, dass das Hinweisgebersystem auch als Frühwarnsystem funktioniert.</p>						</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Was nicht unter Whistleblowing fällt</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Berichte über persönliche Missstände wie Belästigung oder Mobbing, fallen in der Regel nicht unter die Rechtsvorschriften zum Schutz von Hinweisgebern. Organisationen sollten daher formelle Beschwerdeverfahren für solche Angelegenheiten einrichten, die von ihren Hinweisgeberprozessen getrennt behandelt werden.</p><p>Einen ausführlichen Leitfaden für die Erstellung einer Whistleblowing-Policy finden Sie <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/whistleblowing-policy/">hier</a>.</p>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-4fc8f42 elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="4fc8f42" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Vorteile einer anonymen Meldung</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Die neue <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/white-paper/eu-whistleblowing-richtlinie-schweizer-organisationen/">EU-Whistleblowing-Richtlinie</a> legt nicht fest, wie Unternehmen mit anonymen Meldungen umgehen sollen. Allerdings verpflichtet die Richtlinie Unternehmen dazu, die Identität des Hinweisgebers vertraulich zu behandeln (und droht bei Nichteinhaltung Sanktionen an). Unternehmen können diese Anforderung nur mit einer digitalen Whistleblowing Software erfüllen, die auch die Möglichkeit zur <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/was-ist-ein-hinweisgebersystem/" target="_blank" rel="noopener">anonymen Meldeoption</a> bietet. Das System dabei verschlüsselt die Kommunikation mit dem Hinweisgeber und ermöglicht eine sichere Zwei-Wege-Kommunikation, ohne die Identität des Hinweisgebers preiszugeben.</p><p>Hinweisgebersysteme sind ein hervorragendes Frühwarnsystem, um Fehlverhalten im Unternehmen aufdecken und aufklären zu können. Um diese Möglichkeit voll auszuschöpfen und die Zahl der potenziell relevanten Meldungen zu erhöhen, sollten Unternehmen eine anonyme Meldeoption anbieten. Wenn Whistleblower keine für sie geeignete Meldemöglichkeit finden, wenden sie sich im Zweifelsfall eher an Behörden oder direkt an die Öffentlichkeit. Eine offene Meldekultur hingegen gilt als wichtiger Bestandteil einer ethischen Unternehmensführung und ermutigt Mitarbeiter, Hinweise abzugeben.</p>						</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Bereiten Sie Ihre Franchisenehmer auf die EU-Hinweisgeberrichtlinie vor</p>						</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Erfahren Sie mehr darüber, wie Sie unser digitales Hinweisgebersystem EQS Integrity Line bei der Einhaltung der EU-Whistleblower-Richtlinie unterstützt.</p>						</div>
				</div>
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		<thumbnail_link>https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2021/09/integrity-line-blog-franchise.jpg</thumbnail_link><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/whistleblowing-franchise/">Whistleblowing und Hinweisgeberschutz: Was Franchiseunternehmen wissen müssen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/">EQS Integrity Line</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Was ist ein Whistleblower?</title>
		<link>https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/was-ist-ein-whistleblower/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angelina Dongauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Aug 2022 10:10:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.integrityline.com/?post_type=blog&#038;p=67141</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wir verraten, was Sie über Whistleblower wissen müssen und beleuchten gesetzliche Grundlagen.<thumbnail_link>https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2021/12/integrityline-blog_was-ist-ein-wb.jpg</thumbnail_link>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/was-ist-ein-whistleblower/">Was ist ein Whistleblower?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/">EQS Integrity Line</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="67141" class="elementor elementor-67141 elementor-25331" data-elementor-post-type="blog">
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Spätestens seit den Enthüllungen von Edward Snowden und des Wikileaks-Gründers Julian Assange ist der Begriff &#8220;Whistleblower&#8221; den meisten Menschen ein Begriff und das Thema Whistleblowing immer öfter Bestandteil der medialen Berichterstattung. Für viele gelten sie als Helden, da ihnen die Aufklärung der Gesellschaft wichtiger ist als die Angst vor möglichen Konsequenzen oder die Veränderung ihrer persönlichen Situation.</p><p>Es geht ihnen also vor allem darum, Aufmerksamkeit auf Fehlverhalten, illegale Machenschaften oder unethisches Verhalten zu lenken, das oftmals auch von öffentlichem Interesse ist, aber nicht für die Augen der Öffentlichkeit bestimmt ist. </p>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-c714e78 elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="c714e78" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Was ist Whistleblowing?</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Whistleblowing ist, wenn eine Einzelperson Missstände in einer Organisation meldet, zum Beispiel finanzielles Fehlverhalten oder Diskriminierung. Bei dieser Person handelt es sich oft um einen Mitarbeiter, es kann aber auch ein Dritter sein, zum Beispiel ein Lieferant oder Kunde.</p><p>Internes Whistleblowing liegt vor, wenn jemand innerhalb einer Organisation eine Meldung macht. Häufig bieten Unternehmen zu diesem Zweck <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/was-ist-ein-whistleblowing-system/" target="_blank" rel="noopener">Whistleblowing-Kanäle</a> an, so dass Mitarbeiter und andere Interessengruppen einen anonymen Hinweis platzieren können, sobald sie Kenntnis von Fehlverhalten haben. Mitarbeiter können auch ihrem Vorgesetzten Bericht erstatten.</p><p>Externes Whistleblowing liegt vor, wenn eine Person mit Informationen über Missstände im Unternehmen an die Öffentlichkeit geht. Sie wendet sich also entweder an die Medien, die Polizei oder kommuniziert über die Sozialen Medien. Whistleblower entscheiden sich vor allem dann an die Öffentlichkeit zu gehen, wenn sie wenig Vertrauen in die <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/interne-untersuchung-unternehmen/" target="_blank" rel="noopener">Untersuchungs- oder Meldeverfahren</a> ihrer Organisation haben, wenn sie bereits erfolglos versucht haben, sich intern zu äußern, oder wenn es kein <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/was-ist-ein-whistleblowing-system/" target="_blank" rel="noopener">System für die Meldung von Missständen</a> gibt.</p><p>Welche Missstände fallen unter „Whistleblowing“? Kurz: Alle Aktivitäten, die per Gesetz verboten sind. Darunter fallen Straftaten, Diskriminierung oder Beweise für eine Vertuschung. Legt ein Unternehmen Richtlinien zur Meldung von Missständen fest, tauchen zwangsläufig viele ethische Fragen auf.</p><p>Whistleblowing ist etwas anderes als eine Beschwerde am Arbeitsplatz. Eine Beschwerde ist eine Angelegenheit von persönlichem Interesse und hat keine Auswirkungen auf die breitere Öffentlichkeit, wohingegen sich ein Whistleblowing-Bericht auf ernsthaftere und weitreichendere Angelegenheiten bezieht.</p>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-acfb458 elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="acfb458" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Warum ist Whistleblowing derzeit in aller Munde?
</h2>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-c7f0e38 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="c7f0e38" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<div class="elementor-element elementor-element-35b907e9 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="35b907e9" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default"><div class="elementor-widget-container"><p>Etliche Skandale und Ereignisse der letzten Zeit haben den Begriff des „Whistleblowing“ bekannt gemacht. Die weltweite Finanzkrise 2007-2008 offenbarte weit verbreitete Misswirtschaft von Unternehmen in Finanzinstituten. Mit dem sogenannten Diesel-Skandal im Jahr 2015 wurde bekannt, dass mehrere Autohersteller ihre Fahrzeuge illegal manipuliert hatten, um die Messwerte bei Abgasprüfungen zu beschönigen. All diese Vorfälle kosteten die Unternehmen Milliarden von Dollar. Sie stehen beispielhaft für die Skandale, die durch eine effektive interne Whistleblowing-Politik und die Einrichtung eines Hinweisgebersystems wahrscheinlich hätten verhindert werden können.</p><p>Der Begriff des Whistleblowing gewann 2017 an Prominenz durch die #MeToo-Bewegung. Mit diesem Hashtag erhoben Hollywood-Stars immer weitere Anschuldigungen gegen den US-Filmproduzenten Harvey Weinstein wegen <a title="Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz: Was Unternehmen dagegen tun können" href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/sexuelle-belaestigung-am-arbeitsplatz/" target="_blank" rel="noopener">sexueller Belästigung</a> und Missbrauch. Die #MeToo-Bewegung führte auch dazu, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter besser schützen wollten, wenn sie illegales oder bedenkliches Verhalten melden.</p><p>Die EU führte die Whistleblowing-Richtlinie im Jahr 2019 als Reaktion auf die jüngsten Skandale wie Luxleaks, Panama Papers und Cambridge Analytica ein. Sobald die EU-Länder die Richtlinie umgesetzt haben, müssen alle Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern und öffentliche Einrichtungen sowie Städte und Gemeinden ab 10.000 Einwohnern Whistleblowing-Richtlinien und ein System für die Meldung von Missständen einführen. Personen, die Missstände aufdecken, sollen außerdem besseren Schutz erfahren.</p></div></div><div class="elementor-element elementor-element-26e6e05 elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="26e6e05" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default"><div class="elementor-widget-container"> </div></div>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-ce1bd34 elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="ce1bd34" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Warum wird Whistleblowing so kontrovers diskutiert?</h2>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-50cd5eb elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="50cd5eb" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
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							<div class="elementor-element elementor-element-35b907e9 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="35b907e9" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default"><div class="elementor-widget-container"><p>Im Juni 2020 berichtete Watson.ch, dass die staatliche Whistleblowing-Meldestelle in der Schweiz <a title="Angestellte des Bundes melden so viele Missstände wie nie zuvor" href="https://www.watson.ch/wirtschaft/schweiz/961978235-whistleblower-angestellte-des-bundes-melden-so-viele-missstaende-wie-nie" target="_blank" rel="noopener">von Jahr zu Jahr mehr Meldungen</a> erhält. Interessanterweise kamen die meisten dieser Berichte in diesem Jahr von externen Hinweisgebern (Lieferanten, Auftragnehmer oder Subventionsempfänger) und nicht von Angestellten. 148 Meldungen waren anonym, was fast 80 Prozent der Fälle ausmacht.</p><p>Im Oktober 2020 meldete die britische Financial Conduct Authority einen Anstieg um 61 Prozent der Zahl der Beschwerden über die Whistleblowing-Verfahren bei Finanzdienstleistungsunternehmen. Den Anstieg führt die Behörde darauf zurück, dass sowohl das Bewusstsein für den Schutz von Whistleblowern gestiegen ist, als auch die Anzahl der Verfahren. Außerdem hätte die Covid-19-Pandemie den Zugang zu internen Meldesystemen erschwert.</p><p>Whistleblowing betrifft allerdings nicht nur Unternehmen und Organisationen, sondern auch die Politik und deren Maßnahmen. Die <a title="Whistleblower oder Wichtigtuer?" href="https://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-innenministerium-whistleblower-wichtigtuer-1.4912746" target="_blank" rel="noopener">Süddeutsche Zeitung</a> berichtete im Mai 2020, dass Stephan Kohn, ein Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums, die Corona-Maßnahmen der Regierung öffentlich als „Fehlalarm“ bezeichnet hatte. Manche halten ihn seitdem für einen mutigen Whistleblower, andere nennen ihn einen Wichtigtuer. Gegen Kohn ist ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Es wird derzeit geklärt, ob Kohn sich eines Amtsvergehens schuldig gemacht hat.</p><p>Aktuelle Beispiele wie der <a title="Fall Wirecard: Lehren aus dem Skandal" href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/fall-wirecard-dan-mccrum-interview/" target="_blank" rel="noopener">Fall Wirecard</a> zeigen, dass das Thema Whistleblowing an Bedeutung gewinnt. Die EU-Direktive macht den Mitgliedsstaaten für 2021 klare Vorgaben, innerhalb derer sich die nationalen Gesetze bewegen müssen. </p></div></div>						</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Was sind typische Fälle, über die Whistleblower berichten?
</h2>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-4462dfc elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="4462dfc" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Es gibt viele unterschiedliche Szenarien für Whistleblowing, oftmals betrifft es jedoch die folgenden Bereiche:</p>						</div>
				</div>
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					<ul class="elementor-icon-list-items">
							<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Korruption</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Diskriminierung und Belästigung am Arbeitsplatz</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Gesetzesverstöße und Straftaten</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
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							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Menschenrechtsverletzungen</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Bestechlichkeit bzw. Bestechung</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Missstände oder Missmanagement</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Insiderhandel</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Missbrauch von Daten</span>
									</li>
						</ul>
				</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Diese Fälle können unterschiedliche große Risiken bzw. Konsequenzen für Mitarbeiter, Unternehmen oder ganze Länder bergen. Daher gilt es unethisches Verhalten und Missstände an die Öffentlichkeit zu bringen, um zu verhindern, dass einzelne Personen oder Unternehmen sich unerlaubterweise bereichern oder andere Straftaten ohne jegliche strafrechtlichen Konsequenzen begehen können.</p>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-e57c5f3 elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="e57c5f3" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Berühmte Whistleblower und ihre Bedeutung für die Gesellschaft</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Einer der berühmtesten Whistleblower ist <b>Edward Snowden</b>. Der US-Amerikaner brachte 2013 die weltweiten Überwachungs- und Spionagepraktiken des US-Geheimdienstes National Security Agency NSA ans Licht.  <span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Seit 2007 ließen die Vereinigten Staaten und Großbritannien die globale Telekommunikation und das Internet überwachen allerdings ohne konkreten Verdacht. Beide Länder rechtfertigten dies damit, terroristische Anschläge vorzubeugen. </span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Die USA werfen Edward Snowden bis heute Spionage und die Gefährdung der nationalen Sicherheit vor. Für seine Enthüllungen bezahlte der ehemalige CIA-Mitarbeiter Snowden einen hohen Preis: Die Rückkehr in seine USA scheint undenkbar, denn dort drohen ihm viele Jahre Gefängnis. Mittlerweile lebt er in Russland und hat eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung. </span></p><p><span style="font-style: inherit;"><b>Julian Assange</b></span><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;"> ist zwar kein Whistleblower aber neben Edward Snowden einer der berühmtesten Namen wenn es um Whistleblowing geht. Assange ist der Gründer der </span><span style="font-style: inherit;">Wikileaks-Plattform</span><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">, die vor allem weltweit Beachtung fand durch den Fall der Whistleblowerin </span><span style="font-style: inherit;"><b>Chelsea Manning</b></span><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;"> (damals Bradley). Sie hatte geheime Militär-Informationen an Wikileaks weitergeleitet und wurde zunächst dafür wegen Spionage und Diebstahl verurteilt. Mittlerweile ist Manning wieder frei. </span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Ein weiteres Beispiel für Whistleblowing sind die </span><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Manipulationen </span><span style="font-size: 1rem;">der Datenfirma Cambridge Analytica</span><span style="font-size: 1rem;"> </span><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">im US-amerikanischen Wahlkampf, die </span><span style="font-size: 1rem; font-style: inherit; font-weight: inherit;"><span style="font-weight: bold;">Christopher Wylie</span></span><span style="font-size: 1rem; font-style: inherit; font-weight: inherit;">  </span><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">ans Licht brachte.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Der ehemalige US-Botschafter und Whistleblower  </span><span style="font-style: inherit;"><b>Joseph C. Wilson</b></span><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;"> informierte die New York Times darüber, dass die Regierung unter US-Präsident George W. Bush Papiere gefälscht hatte, die beweisen sollte, dass </span><span style="font-size: 1rem;">sich</span><span style="font-size: 1rem;"> </span><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">der Irak unter Saddam Hussein Material für den Bau einer Atombombe beschafft hatte. Damit wollte die US-Regierung den Einmarsch in den Irak 2003 rechtfertigen. </span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Einer der bekanntesten Fälle der USA über rechtswidrige Handlungen, die dank Whistleblowing ans Licht kamen, ist der Skandal der Energiefirma Enron. Die ehemalige Vizepräsidenten </span><b style="font-style: inherit;">Sherron Watkin</b><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">s stellte Unregelmäßigkeiten in der Buchhaltung fest und informierte zuerst den damaligen CEO Kenneth Lay. Später sagte sie vor dem US-Kongress aus, was zur Verhaftung ihres Vorgesetzen und zum Bankrott von Enron führte. Geboren war einer der ersten großen Bilanzbetrügereien und einer der größten Wirtschaftsskandale der USA. </span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Und natürlich wäre die Watergate-Affäre, die 1974 den damaligen US-Präsidenten Richard Nixon zu Fall brachte und bis heute einen der größten Skandale der Weltpolitik darstellt, ohne den Whistleblower </span><b style="font-style: inherit;">Mark Felt</b><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;"> so wahrscheinlich nicht denkbar gewesen.</span></p><p>Auch <b>Daniel Ellsberg</b>, der 1971 geheime Informationen an die New York Times weitergab, zählt bis heute zu den bekanntesten Whistleblowern. Mit der Veröffentlichung der &#8220;Pentagon-Papiere&#8221; machte er auf den Missstand aufmerksam, dass die US-Regierung die amerikanische Bevölkerung in Bezug auf den Vietnamkrieg getäuscht hatte.</p>						</div>
				</div>
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													<img fetchpriority="high" decoding="async" width="600" height="440" src="https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2021/11/Bekannte_Whistleblowing_Faelle.jpg" class="attachment-large size-large wp-image-26437" alt="Well-known Whistleblowing Cases" srcset="https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2021/11/Bekannte_Whistleblowing_Faelle.jpg 600w, https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2021/11/Bekannte_Whistleblowing_Faelle-300x220.jpg 300w, https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2021/11/Bekannte_Whistleblowing_Faelle-500x367.jpg 500w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" />													</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Berühmte Fälle von Whistleblower in Deutschland</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<div>
<div>
<div>
<div>
<p>Es gibt auch viele Fälle von Whistleblowing in Deutschland wie z. B. der Fall einer Apotheke in Bottrop, der sich 2016 als einer der größten Medizinskandale in der bundesdeutschen Geschichte herausstellte. Der Whistleblower <b>Martin Porwoll</b>, damals kaufmännischer Leiter der betroffenen Apotheke, hatte aufgedeckt, dass der Besitzer der Großapotheke jahrelang Kochsalzlösungen als individuell zusammengestellte Krebsmedikamente an schwerkranke Krebspatienten verkauft hatte und diese gegenüber den Krankenkassen entsprechend abgerechnet hat. Martin Porwoll wurde fristlos entlassen. Mit seinen Enthüllungen rettete der Volkswirt womöglich sehr vielen Menschen das Leben.&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: 1rem; font-weight: 700;">Dr. Margit Herbst </span><span style="font-size: 1rem;">ist e</span>ine der ersten deutschen Whistleblowerinnen.&nbsp;<span style="font-size: 1rem;">Die Tierärztin</span><span style="font-size: 1rem;">&nbsp;</span><span style="font-size: 1rem;">meldete&nbsp;</span><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">1990 die ersten Verdachtsfälle auf Rinderwahnsinn in Deutschland . Doch ihre Vorgesetzten missachteten die Hinweise der damaligen Veterinärin in Schleswig-Holstein und ließen die von ihr als krank gemeldeten Tiere schlachten und gesund deklariert in den Handel geben. 1994 ging Herbst an die Öffentlichkeit, wurde mit der Begründung, dass sie zur Verschwiegenheit über Missstände auf dem Schlachthof verpflichtet gewesen sei, fristlos entlassen.&nbsp;</span></p>
</div>
</div>
</div>
</div>						</div>
				</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Whistleblower &amp; Arbeitsrecht – Wenn Arbeitnehmer zu Whistleblowern werden</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<div id="c3904" class="ce-regular-text centered big-text"><div class="container"><div class="row"><div class="col-md-8 col-md-offset-2"><p><strong>Muss man Angst vor einem Arbeitsplatzverlust haben?</strong></p><p>Die Treuepflicht gegenüber dem Arbeitgeber hat in Deutschland einen sehr hohen Stellenwert, weshalb es Whistleblower hier besonders schwer haben. Nur wenige Regelungen schützen Hinweisgebende explizit vor den möglichen Repressalien, wie einer fristlosen Kündigung. So sieht die deutsche Gesetzgebung bisher nur für einige Branchen eine gesetzliche Verpflichtung zum Aufbau eines <a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-loesungen/compliance-plattform/" rel="noopener">Compliance Systems</a> vor, wie z. B. für Banken und Finanzinstitute.</p></div></div></div></div>						</div>
				</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Wann ist ein Whistleblower geschützt?</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<div id="c3904" class="ce-regular-text centered big-text"><div class="container"><div class="row"><div class="col-md-8 col-md-offset-2"><p>Jeder Mitarbeiter, der einen anonymen Hinweis abgibt, trifft eine persönliche Entscheidung. Dahinter steckt in den meisten Fällen der Wunsch, das Richtige zu tun. Doch auch wenn es Arbeitgebern untersagt ist, den Mitarbeiter zu benachteiligen, nachdem er einen Missstand aufgedeckt hat, kann die Karriere eines Hinweisgebers dennoch darunter leiden. Subtiles Mobbing lässt sich schwer erkennen. Whistleblower fühlen sich häufig allein gelassen. Freunde und Kollegen wenden sich möglicherweise ab, um ihren eigenen Ruf zu schützen. Selbst wenn es ein anonymes Whistleblowing-System gibt, brauchen Hinweisgeber immer noch Mut und Entschlossenheit, um Fehlverhalten aufzudecken.</p><p>In vielen europäischen Ländern besteht derzeit nur ein <a title="Whistleblower Protections across Europe – the legal context" href="https://www.integrityline.com/expertise/white-paper/expert-guide-whistblowing-laws-eu/" target="_blank" rel="noopener">eingeschränkter Rechtsschutz für Whistleblower</a>. Mit der EU-Richtlinie zur Meldung von Missständen <a title="EU-Whistleblower-Richtlinie" href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/white-paper/eu-whistleblowing-richtlinie-schweizer-organisationen/" rel="noopener">(Whistleblowing-Richtlinie)</a> ändert sich jetzt etwas: Die Direktive sieht einen umfassenden Schutz für Hinweisgeber vor – sowohl im privaten als auch im öffentlichen Sektor.</p><p>Die Richtlinie verbietet direkte oder indirekte Sanktionen wie Entlassungen, Degradierungen und andere Diskriminierungen gegen aktuelle und ehemalige Angestellte, Bewerber, Unterstützer des Hinweisgebers und Journalisten. Der Schutz gilt nur für die Meldung von Verstößen gegen EU-Recht, wie Steuerbetrug, Geldwäsche oder Straftaten im Zusammenhang mit öffentlichen Aufträgen, Produkt- und Verkehrssicherheit, Umweltschutz, öffentlicher Gesundheit sowie Verbraucher- und Datenschutz . Die EU ermutigt jedoch die nationalen Gesetzgeber, diese Bereiche auf nationales Recht auszudehnen.</p><p>Der Hinweisgeber kann wählen, ob er einen Vorfall zunächst intern im Unternehmen oder direkt bei der zuständigen Aufsichtsbehörde melden will. Wenn auf eine solche Meldung nichts unternommen wird oder wenn der Hinweisgeber Grund zur Annahme hat, dass ein öffentliches Interesse besteht, kann er sich auch direkt an die Öffentlichkeit wenden. Der Hinweisgeber ist in jedem Fall geschützt. Die EU-Mitgliedstaaten haben bis Ende 2021 Zeit, diese Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.</p></div></div></div></div>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-7392017 elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="7392017" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Wann können Whistleblower strafrechtlich verfolgt werden?</h2>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-bd72f08 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="bd72f08" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<div id="c3904" class="ce-regular-text centered big-text"><div class="container"><div class="row"><div class="col-md-8 col-md-offset-2"><p>Die Debatte um Whistleblowing wirft die Frage auf, welches Recht schwerer wiegt: Das Recht auf Geheimhaltung (etwa staatlicher Geheimschutz) oder das öffentliche Recht auf Information. Das US-Spionagegesetz zum Beispiel wurde mehrmals herangezogen, um Bundesangestellte für die Weitergabe vertraulicher Informationen anzuklagen. Die Erfahrung zeigt, dass Whistleblowing häufig dann illegal ist, wenn die offengelegten Informationen die nationale Sicherheit gefährden.</p></div></div></div></div>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-a03372d elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="a03372d" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Warum ist Whistleblowing für Unternehmen von Vorteil?
</h2>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-7edcd4c elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="7edcd4c" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<div id="c3904" class="ce-regular-text centered big-text"><div class="container"><div class="row"><div class="col-md-8 col-md-offset-2"><p>Whistleblower leisten sowohl ihrer Organisation als auch der Gesellschaft einen wichtigen Dienst. Wenn Unternehmen die Chance haben, Misstände intern zu klären und proaktiv dagegen vorzugehen, bevor sie in der Presse oder auf Leaking-Plattformen landen, verhindern sie Strafen und Imageschäden. Die Bußgelder können ansonsten erheblich sein. Bei Durchsetzungsmaßnahmen im Rahmen des US-Gesetzes über korrupte Praktiken im Ausland, erhielten Unternehmen im Jahr 2019 Strafen in Höhe von insgesamt 2,9 Milliarden US-Dollar.</p><p>Ein <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/was-ist-ein-whistleblowing-system/" target="_blank" rel="noopener">Hinweisgebersystem </a>ermöglicht die vertrauliche Meldung von Missständen. Die Erfahrung zeigt, dass Unternehmen und Organisationen durch Verstöße rund sieben Prozent ihres Jahresumsatzes verlieren. Interne Berichte können dazu beitragen, einen erheblichen Teil dieser Fälle aufzudecken und so finanzielle Risiken zu minimieren.</p></div></div></div></div>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-468ab33 elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="468ab33" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Warum haben Unternehmen Angst vor Whistleblowing? – 5 Mythen im Faktencheck</h2>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-682c3ca elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="682c3ca" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Es gibt viele Mythen über Whistleblowing, die Unternehmen skeptisch – oder sogar ängstlich – auf die Einführung eines Whistleblowing-Systems schauen lassen. Viele befürchten, dass sich Whistleblower negativ auf ihren Ruf auswirken oder dass ihr Whistleblowing-System von verärgerten Mitarbeitern <a title="Anonymes Hinweisgebersystem: Diese Gründe sprechen dafür" href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/was-ist-ein-hinweisgebersystem/" target="_blank" rel="noopener">dazu missbraucht werden könnte, unbegründete Meldungen zu machen</a>. Ferner fürchten sich unternehmen vor einer Flut an Meldungen, die sie nicht mehr bewältigen können.</p><p>In den meisten Fällen erweisen sich diese Befürchtungen als unbegründet. Wenn ein Unternehmen über ein wirksames internes Whistleblowing-System verfügt, werden nur sehr wenige Berichte jemals extern zur Sprache gebracht. Und obwohl es sicherlich Whistleblower gibt, deren Absichten bestenfalls fragwürdig sind, zeigt die Realität, dass die meisten Whistleblower einfach versuchen, das Richtige zu tun. Studien haben ergeben, dass Unternehmen im Durchschnitt 34 Meldungen pro Jahr erhalten <a title="Whistleblowing Report 2019 | White Paper" href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/white-paper/whistleblowing-report/" rel="noopener">(vgl. Whistleblowing Report 2021)</a>. Je grösser das Unternehmen ist, desto mehr Meldungen fallen in der Regel an. Das beweist, dass in der Organisation eine gesunde <a title="Whistleblowing Policy" href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/speak-up-kultur/" target="_blank" rel="noopener">„speak-up“-Kultur</a> herrscht.</p>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-77168cc elementor-widget elementor-widget-toggle" data-id="77168cc" data-element_type="widget" data-widget_type="toggle.default">
				<div class="elementor-widget-container">
					<div class="elementor-toggle">
							<div class="elementor-toggle-item">
					<div id="elementor-tab-title-1241" class="elementor-tab-title" data-tab="1" role="button" aria-controls="elementor-tab-content-1241" aria-expanded="false">
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													</span>
												<a class="elementor-toggle-title" tabindex="0">Mythos 1: Whistleblower schaden dem Ruf des Unternehmens​</a>
					</div>

					<div id="elementor-tab-content-1241" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="1" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-1241"><p>Hinweisgeber schaden Unternehmen nur dann, wenn sie Fehlverhalten im Unternehmen direkt an die Öffentlichkeit oder die Medien melden. Deshalb ist es wichtig, dass Hinweisgeber ermutigt werden, intern zu melden. Dazu sollten Unternehmen interne Hinweisgeberkanäle einrichten und aktiv kommunizieren. Mitarbeiter können so ihre Beobachtungen direkt an die zuständige Stelle im Unternehmen übermitteln und helfen, Missstände frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Dies trägt dazu bei, dass das Risiko für Skandale sinkt und so weitreichende Reputationsschäden verhindert werden.</p></div>
				</div>
							<div class="elementor-toggle-item">
					<div id="elementor-tab-title-1242" class="elementor-tab-title" data-tab="2" role="button" aria-controls="elementor-tab-content-1242" aria-expanded="false">
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													</span>
												<a class="elementor-toggle-title" tabindex="0">Mythos 2: Whistleblower landen vor Gericht</a>
					</div>

					<div id="elementor-tab-content-1242" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="2" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-1242"><p>Meldet ein Hinweisgeber seine Beobachtungen direkt an eine externe Stelle (z. B. die Medien), kann er sich strafbar machen, wenn er dabei beispielsweise Geschäftsgeheimnisse offenlegt. Ausnahmen gelten, wenn der Hinweisgeber im öffentlichen Interesse handelt. Entsprechende Ausnahmeregelungen sind zum Beispiel im Meldeablauf der neuen <a title="Whistleblower-Direktive" href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/white-paper/eu-whistleblowing-richtlinie-schweizer-organisationen/" rel="noopener">EU-Whistleblower-Direktive</a> oder im Geschäftsgeheimnisgesetz verankert. Nichts zu fürchten haben all jene Whistleblower, die zunächst firmeninterne Meldekanäle wie ein <a title="Hinweisgebersystem Anbieter" href="https://www.integrityline.com/de-ch/" target="_blank" rel="noopener">digitales Hinweisgebersystem</a> zur Übermittlung von Missständen nutzen<span style="font-size: 16px;">.</span></p></div>
				</div>
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												<a class="elementor-toggle-title" tabindex="0">Mythos 3: Mitarbeiter nutzen Meldesysteme, um Kollegen anonym anzuschwärzen</a>
					</div>

					<div id="elementor-tab-content-1243" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="3" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-1243"><p>Verleumderische oder missbräuchliche Meldungen sind nur selten ein Problem. Laut des Whistleblowing Reports 2019, bei dem knapp 1.400 Unternehmen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien und der Schweiz befragt wurden, zielen weniger als 9 Prozent der eingegangenen Meldungen darauf ab, einzelnen Mitarbeitern oder dem Unternehmen zu schaden. Vielmehr zeigt die Studie, dass die Hälfte der Meldungen auf Compliance-relevante Missstände hinweisen. Die weiteren Hinweise decken in der Regel andere Probleme im Unternehmen auf. Dennoch ist es wichtig, bei der Einführung von Hinweisgebersystemen klar zu kommunizieren, dass missbräuchliche Meldungen nicht geduldet werden.</p></div>
				</div>
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												<a class="elementor-toggle-title" tabindex="0">Mythos 4: Wer ein Meldesystem einrichtet, wird mit Meldungen überflutet</a>
					</div>

					<div id="elementor-tab-content-1244" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="4" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-1244"><p>Studien zeigen, dass Unternehmen durchschnittlich 34 Meldungen pro Jahr erhalten (vgl. <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/whistleblowing-report/">Whistleblowing Report 2021</a>). Je größer das Unternehmen ist, desto größer ist meist auch die Meldewahrscheinlichkeit. Viele Hinweise zu erhalten, ist jedoch nicht per se ein schlechtes Zeichen. Zwar kann eine niedrige Zahl von Meldungen ein Indiz dafür sein, dass im Unternehmen nur wenige Missstände vorliegen, jedoch kann dies auch bedeuten, dass die Meldestelle fehlerhaft ist, Mitarbeiter kein Vertrauen in den Kanal haben oder diese schlicht nicht wissen, wohin sie Fehlverhalten melden sollen. Unternehmen sollten daher ihre Meldekanäle sowie die Bearbeitungsprozesse transparent kommunizieren, um Hemmschwellen bei potenziellen Hinweisgebern abzubauen.</p></div>
				</div>
							<div class="elementor-toggle-item">
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												<a class="elementor-toggle-title" tabindex="0">Mythos 5: Whistleblower müssen Vergeltungsmaßnahmen durch Kollegen fürchten</a>
					</div>

					<div id="elementor-tab-content-1245" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="5" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-1245"><p>Gibt der Hinweisgeber seinen Namen bei der Meldung an, muss der Arbeitergeber seiner allgemeinen Fürsorgepflicht nachkommen und die Identität des Hinweisgebers soweit wie möglich vertraulich behandeln. Wird die Identität des Hinweisgebers dennoch bekannt, muss der Arbeitgeber den Meldenden vor Vergeltungsmaßnahmen durch Kollegen schützen. Auch die Europäische Union hat den Schutz von Hinweisgebern vor Sanktionen (wie Degradierungen oder Einschüchterungen) explizit in die im April 2019 verabschiedete Whistleblower-Richtlinie aufgenommen. Da subtiles Mobbing jedoch nur schwer durch eine Richtlinie verhindert werden kann, sollten Unternehmen anonyme Hinweisgebersysteme einrichten, über die Meldende Ihre Identität gar nicht erst preisgeben müssen.</p></div>
				</div>
								</div>
				</div>
				</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Welche ethischen Konflikte entstehen beim Thema Whistleblowing?</h2>		</div>
				</div>
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							<p>Whistleblowing bringt oft zwei moralische Werte in Konflikt: Fairness und Loyalität. Wer Fehlverhalten meldet, verhält sich fair und richtig gegenüber der Öffentlichkeit, gerät aber mit der eigenen Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber in Konflikt. Whistleblowing kann somit als Vertrauensbruch angesehen werden. Viele Whistleblower entscheiden sich für eine Meldung, weil sie den Wert von Fairness und dem, was richtig ist, über die Loyalität gegenüber ihrer Organisation stellen.</p><p>Ob ein Whistleblower ein „Held“ oder ein „Verräter“ ist, hängt allein von seinen Absichten ab. Tun sie es, um ein Unrecht zu korrigieren? Tun sie es, um die Öffentlichkeit zu schützen? Oder ist die Grundlage des Handelns das Streben nach Aufmerksamkeit oder finanziellem Gewinn? <a href="https://www.integrityline.com/expertise/white-paper/expert-guide-whistblowing-laws-eu/" target="_blank" rel="noopener">Einige Länder in Europa schützen Whistleblower mehr als andere.</a></p><p>Hollywood verherrlicht und romantisiert gerne prominente Informanten, darunter Edward Snowden und Julian Assange. Das macht Whistleblowing wiederum attraktiv für diejenigen, die ihren eigenen Namen in der Presse lesen wollen.</p><p>Um „unethisches“ Whistleblowing zu unterbinden, bietet sich ein anonymes Hinweisgebersystem an. So lässt sich die Identität der Hinweisgeber geheim halten und landet nicht in der Öffentlichkeit.</p>						</div>
				</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Die gesetzliche Lage in Deutschland</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Ein erster Schritt in Richtung Hinweisgeberschutz wurde bereits dadurch unternommen, dass der deutsche Bundestag Anfang 2019 das „Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen“ (GeschGehG) verabschiedet hat. Dank der neuen <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/white-paper/eu-whistleblowing-richtlinie-schweizer-organisationen/" target="_blank" rel="noopener">EU-Whistleblowing-Richtlinie</a> und den nationalen Umsetzungen in den EU-Mitgliedsstaaten, müssen in 2022 jedoch auch die gesetzlichen Regelungen u. a. in Deutschland angepasst werden.  </p><p>Nach der EU-Richtlinie soll es nicht möglich sein, sich auf die rechtlichen oder vertraglichen Pflichten des Einzelnen, beispielsweise Loyalitätsklauseln in Verträgen oder Vertraulichkeits- oder Geheimhaltungsvereinbarungen, stützen zu dürfen, um:</p><p><i>§ die Möglichkeit einer Meldung auszuschließen,</i></p><p><i>§ Hinweisgebern den Schutz zu versagen oder</i></p><p><i>§ sie für die Meldung von Informationen über Verstöße oder eine Offenlegung mit Sanktionen zu belegen, wenn die Weitergabe der Informationen, die unter diese Klauseln und Vereinbarungen fallen, notwendig ist, um den Verstoß aufzudecken.</i></p><p>Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, sollten Hinweisgeber weder zivil-, straf- oder verwaltungsrechtlich noch in Bezug auf ihre Beschäftigung haftbar gemacht werden können.</p>						</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Gesetzliche Regelungen in Europa und International

</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>In Frankreich, England und den USA gibt es bereits Gesetze, die Whistleblower unter Schutz nehmen und somit eine Kultur in Unternehmen und Organisationen fördern, die Mut machen soll, Missstände aufzudecken. </p><p> </p>						</div>
				</div>
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							<p>EU-Whistleblowing-Richtlinie &#8211; Alles was Sie jetzt wissen müssen</p>						</div>
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							<p>Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Richtlinie in Ihrem Unternehmen schnell und einfach umsetzen können.</p>						</div>
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					<a class="elementor-button elementor-button-link elementor-size-sm" href="https://www.integrityline.com/de/knowhow/white-paper/eu-whistleblowing-richtlinie/">
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				<i aria-hidden="true" class="icon icon-arrow-right"></i>			</span>
									<span class="elementor-button-text">Kostenlos herunterladen</span>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Wie steht die Datenschutzgesetzgebung zu Whistleblowing?
</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Nach der Allgemeinen Datenschutzverordnung der EU sind die <a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/compliance-officer/" target="_blank" rel="noopener">Compliance-Beauftragten</a> nun verpflichtet, bei der <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/whistleblowing-datenschutz/" target="_blank" rel="noopener">Handhabung personenbezogener Daten </a>sehr spezifische Vorgaben einzuhalten. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) hat einen direkten Einfluss auf die Vertraulichkeit von Whistleblowing-Meldungen. Die DSGVO besagt, dass Unternehmen keine persönlichen Daten sammeln dürfen, ohne dass die Betroffenen darüber informiert werden, wie ihre Daten verarbeitet werden. Unternehmen sind demnach verpflichtet, beschuldigte Personen über gegen sie gerichtete Whistleblowing-Meldungen zu informieren. Bei strenger Auslegung der DSGVO hätte der Beschuldigte zudem das Recht, den Namen des Hinweisgebers zu erfahren, was den Verlust der Vertraulichkeit bedeutet. Dies könnte wiederum potentielle Hinweisgeber abschrecken und zu weniger Meldungen führen.</p><p>Um sicherzustellen, dass die Identitäten der Hinweisgeber vertraulich behandelt werden, empfehlen die Datenschutzbehörden den Einsatz von Whistleblowing-Systemen, die – im Gegensatz zu <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/whistleblowing-per-email/" target="_blank" rel="noopener">E-Mail-Lösungen</a> – anonyme Meldungen ermöglichen. Denn wenn eine Meldung anonym ist, muss der Beschuldigte nur darüber informiert werden, dass eine (anonyme) Meldung über ihn eingegangen ist. Die Identität des Whistleblowers bleibt geschützt.</p>						</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Wie kann man Whistleblowern helfen und sie besser schützen?</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Die Einführung von einem Whistleblower-System, oder auch <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/was-ist-ein-whistleblowing-system/" target="_blank" rel="noopener">Hinweisgebersystem</a> genannt, ist eine Möglichkeit, Whistleblowern einen sicheren Meldekanal bereitzustellen, damit diese auf Missstände aufmerksam machen können. </p><p>Ein Hinweisgebersystem ermöglicht die systematische und vertrauliche Übermittlung von Hinweisen von Mitarbeitern und Lieferanten, einen geschützten Dialog zwischen anonymen Hinweisgeber und dem <a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/compliance-officer/" target="_blank" rel="noopener">Compliance-Beauftragten</a> sowie die Bearbeitung und Dokumentation der Meldungen. </p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Damit gehören Hinweisgebersysteme zu den effektivsten Instrumenten für die Prävention und Aufklärung von Korruption, Missständen und </span><a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/compliance-verstoesse/" target="_blank" rel="noopener">Compliance-Verstößen</a><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">. Rund 39 Prozent der Betrugsfälle in Unternehmen und Organisationen werden weltweit von Hinweisgebern enthüllt (ACFE: Report to the nations, 2016). </span></p>						</div>
				</div>
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					<div class="elementor-testimonial-wrapper">
							<div class="elementor-testimonial-content">„Mehr als die Hälfte der Whistleblower nutzen internetbasierte Meldewege“</div>
			
						<div class="elementor-testimonial-meta">
				<div class="elementor-testimonial-meta-inner">
					
										<div class="elementor-testimonial-details">
														<div class="elementor-testimonial-name">ACFE: REPORT TO THE NATIONS, 2016</div>
																			</div>
									</div>
			</div>
					</div>
				</div>
				</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Was ändert sich mit der Umsetzung der EU-Whistleblower-Richtlinie?</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Um einen einheitlichen Schutz von Hinweisgebern in der EU zu schaffen, hat die Europäische Kommission 2019 die <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/white-paper/eu-whistleblowing-richtlinie-schweizer-organisationen/" rel="noopener">EU-Whistleblower-Richtlinie</a> verabschiedet. Die EU-Staaten hatten zwei Jahre Zeit, die Anforderungen in nationale Gesetze zu überführen. Die Frist zur Umsetzung war im Dezember 2021 verstrichen. </p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Diese Richtlinie gilt als Meilenstein im Kampf um den Schutz von Whistleblowern, weil diese alle Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten sowie den öffentlichen Sektor und Gemeinden ab 10.000 Einwohnern in der EU dazu verpflichtet, ein internes Hinweisgebersystem einzuführen. </span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Hinweisgebende stehen unter dem Schutz der Richtlinie, wenn sie Verstöße gegen das Unionsrecht melden.  </span></p><p><b style="font-style: inherit;">Die Richtlinie sieht ein dreistufiges Meldesystem vor:</b></p>						</div>
				</div>
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							<li class="elementor-icon-list-item">
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							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Zuerst sollen sich Arbeitnehmer über interne Meldesysteme an ihren Arbeitgeber wenden.</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Sofern die interne Meldung keinen Erfolg verspricht, kann sich der Whistleblower an die zuständigen Behörden melden, die innerhalb von drei Monaten auf die Hinweise reagieren bzw. diese weiterverfolgen müssen.  </span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">In letzter Instanz dürfen sich Hinweisgeber auch an die Öffentlichkeit wenden. Insbesondere ein öffentlich gemachter Missstand birgt ein immenses Potential für Wirtschafts- und Reputationsschäden.</span>
									</li>
						</ul>
				</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<div class="col-md-6"><p>Daher sollten Unternehmen und staatliche Behörden diesen Risiken rechtzeitig durch den Einsatz effektiver Hinweisgebersysteme vorbeugen.</p></div>						</div>
				</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Wussten Sie, dass...</h2>		</div>
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					<div class="elementor-testimonial-wrapper">
							<div class="elementor-testimonial-content">...in knapp 40 Prozent der Unternehmen Missstände jedweder Art auftreten? Hierbei kann es sich entweder um das Fälschen von Finanzzahlen, Korruption, Wirtschaftsspionage, Betrug, Diebstahl, Unterschlagung, Mobbing oder auch sexuelle Belästigung handeln. Nicht selten kommen dabei Schäden von mehr als 100.000 Euro zum Vorschein.</div>
			
						<div class="elementor-testimonial-meta">
				<div class="elementor-testimonial-meta-inner">
					
										<div class="elementor-testimonial-details">
														<a class="elementor-testimonial-name" href="https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/whistleblower-haben-es-in-deutschland-immer-noch-schwer-16188511.html" target="_blank">FAZ.NET</a>
																			</div>
									</div>
			</div>
					</div>
				</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
					<div class="elementor-testimonial-wrapper">
							<div class="elementor-testimonial-content">...rund 90 Prozent aller Whistleblower zunächst intern versuchen, die beobachteten Missstände anzusprechen, bevor sie sich an Behörden, Medien oder die Öffentlichkeit wenden – vorausgesetzt, sie finden im Unternehmen geeignete Kanäle und eine offene Kultur vor.</div>
			
						<div class="elementor-testimonial-meta">
				<div class="elementor-testimonial-meta-inner">
					
										<div class="elementor-testimonial-details">
														<div class="elementor-testimonial-name">FISCHER, EVA (2019): EU-KOMMISSION UND EUROPAPARLAMENT STREITEN ÜBER SCHUTZ VON WHISTLEBLOWERN</div>
																			</div>
									</div>
			</div>
					</div>
				</div>
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					<div class="elementor-testimonial-wrapper">
							<div class="elementor-testimonial-content">...einige Studien sogar zeigen, dass eine ausgeprägte Hinweisgeberkultur den Unternehmen dabei hilft, langfristig finanziell erfolgreicher zu sein?  </div>
			
						<div class="elementor-testimonial-meta">
				<div class="elementor-testimonial-meta-inner">
					
										<div class="elementor-testimonial-details">
														<a class="elementor-testimonial-name" href="https://www.cnbc.com/2018/11/23/whistleblowers-ultimately-help-their-companies-perform-better-study.html">TOWEY, ROBERT (2018): WHISTLEBLOWERS ULTIMATELY HELP THEIR COMPANIES PERFORM BETTER, A NEW STUDY SHOWS</a>
																			</div>
									</div>
			</div>
					</div>
				</div>
				</div>
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					</div>
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			<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default"><b>Leitfaden zur Einführung von Hinweisgebersystemen</b></h3>		</div>
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							<p>Wie Sie erfolgreich ein Hinweisgebersystem in Ihrer Organisation einführen.</p>						</div>
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		<title>Elizabeth Holmes und der Fall Theranos: Geschichte eines Betrugsskandals</title>
		<link>https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/elizabeth-holmes-theranos/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angelina Dongauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Mar 2022 14:40:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Expertenbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsvorschriften & Standards]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.integrityline.com/?post_type=blog&#038;p=45679</guid>

					<description><![CDATA[<p>Das Medizin-Startup Theranos versprach, Bluttests zu revolutionieren. Doch die Technik funktionierte nicht: Kunden bekamen falsche Diagnosen, Investoren verloren ihr Geld. <thumbnail_link>https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2022/02/Elisabeth-Holmes.jpg</thumbnail_link>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/elizabeth-holmes-theranos/">Elizabeth Holmes und der Fall Theranos: Geschichte eines Betrugsskandals</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/">EQS Integrity Line</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="45679" class="elementor elementor-45679 elementor-45272" data-elementor-post-type="blog">
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							<p>Jetzt, mit 37 Jahren, steht Holmes in Kalifornien wegen Betrugs vor Gericht. Aufgedeckt wurde er durch die Enthüllungen eines <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/was-ist-ein-whistleblower/" target="_blank" rel="noopener">Whistleblower</a> und die Recherchen eines Reporters vom Wall Street Journal: Die mehr als 200 Bluttests, die Theranos bewarb, konnte deren eigens entwickelte Labor-Maschine „Edison“ nicht im Ansatz selbst durchführen. Die Ergebnisse der wenigen Tests, die das Gerät bewältigte, waren fehlerhaft und unzuverlässig. Patienten erhielten Fehldiagnosen von Diabetes bis Krebs. Holmes versprach den Investoren außerdem einen wesentlich höheren Unternehmensgewinn als Theranos tatsächlich erwirtschaftete. Für all diese Vorwürfe muss sie sich jetzt vor Gericht verantworten, Ende August hat die Juryauswahl begonnen. Holmes drohen bis zu 20 Jahre Haft.</p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Wie konnte es so weit kommen? Ein Blick auf den Fall Theranos:</span></p>						</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Die Idee</h2>		</div>
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							<p>In ihrem ersten Studienjahr an der kalifornischen Eliteuniversität Stanford entwickelte Elizabeth Holmes 2003 die Idee, einen Patch herzustellen, der mikroskopisch kleine Blutproben auf ansteckende Krankheiten testen und zur Behandlung Antibiotika dosieren sollte. Holmes reichte sogar die nötigen Papiere ein, um ein Patent darauf zu erwerben.</p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Daraus entstand wenig später die Geschäftsidee von Theranos: Patienten sollten für Bluttests nicht länger mehrere Röhrchen voller Blut abgeben müssen. Stattdessen sollten wenige Blutstropfen genügen, um nach Markern für Cholesterin, Diabetes, Krebs und andere Krankheiten zu suchen. Die Proben wurden mit einem dafür entwickelten Blutabnahmestift entnommen (ähnlich wie beim Messen des Blutzuckerspiegels bei Diabetikern) und im eigens von der Firma entwickelten Mini-Laborgerät namens „Edison“ analysiert.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Theranos versprach, Bluttests einfacher, schneller und günstiger zu machen. Patienten hätten nicht nur vom schmerzloseren Verfahren, sondern auch von günstigeren Tests profitiert, für die im amerikanischen Gesundheitssystem hohe Kosten anfallen können. Damit hätte das Unternehmen amerikanische Marktführer wie Labcorp und Quest Diagnostics in Bedrängnis gebracht, die für Tests röhrchenweise Blut abnehmen und Ergebnisse erst nach mehreren Tagen liefern. Holmes‘ Geschäftsidee versprach Milliardenumsätze.</span></p>						</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Der Aufstieg</h2>		</div>
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							<p>Nachdem sie ihr Studium in Stanford abgebrochen hatte, nutzte Holmes das von ihren Eltern für ihre Ausbildung gesparte Geld als Startkapital für Theranos. Sie überzeugte ihren Stanford-Professor Channing Robertson von ihrer Idee und gewann ihn als erstes Vorstandsmitglied. Robertson brachte Holmes mit Risikokapitalgebern in Kontakt, bis Ende 2004 sammelte sie 6 Mio. Dollar Kapital ein. Zunächst agierte das Unternehmen im „stealth mode“: ohne Unternehmenswebsite oder Pressemeldungen. Obwohl Holmes ab 2013 ins Rampenlicht trat und schnell zum Medienstar wurde, sollte die geheimnisvolle Aura um Theranos bis zum Fall des Unternehmens fortbestehen.</p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Holmes soll Apple-Gründer Steve Jobs verehrt und nachgeeifert haben: Sie heuerte Apple-Designer für das Produktdesign des Laborgeräts „Edison“ an und trat bald nur noch in schwarzen Rollkragenpullovern auf. Holmes begann außerdem mit einer tieferen Stimme zu sprechen.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Mit diesem Image trat sie 2013 an die Öffentlichkeit. Zwei Jahre später schloss das Unternehmen eine Partnerschaft mit der US-Drogeriekette „Walgreens“ ab. In über 40 Filialen sollten Theranos-Tests angeboten werden. Holmes versprach, die Theranos-Bluttests würden bald in nur 5 Meilen Entfernung von jedem amerikanischen Haushalt verfügbar sein. Investoren und Geschäftspartnern gegenüber behauptete sie, die Theranos-Tests seien beim US-Militär in deren Medivac-Hubschraubern im Einsatz – eine Behauptung, die sie erst widerrief, als sie von Ermittlern unter Eid vernommen wurde.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Holmes</span><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;"> wurde zum Medienstar und zur gefeierten Visionärin. Sie war auf dem Cover von „Fortune“, „Forbes“ und „Inc“. 2015 wurde Theranos mit 9 Mrd. Dollar bewertet. Holmes galt als jüngste Selfmade-Milliardärin der USA, landete auf der Liste der 100 einflussreichsten Personen des US-Magazines „Time“. Im gleichen Jahr besuchte der damalige Vize-Präsident Joe Biden das Theranos-Labor in Palo Alto und pries Holmes als Inspiration.</span></p>						</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Die Unterstützer</h2>		</div>
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							<div id="c3904" class="ce-regular-text centered big-text"><div class="container"><div class="row"><div class="col-md-8 col-md-offset-2"><p style="font-size: 18px; font-style: normal; font-weight: 300;">Holmes konnte einen mächtigen Kreis an Unterstützern um sich scharen. Einer ihrer ersten und wichtigsten Fürsprecher war Stanford-Professor Channing Robertson. Holmes hatte in seinem Labor gearbeitet, Robertson wurde ihr Mentor und wenig später das erste Vorstandsmitglied bei Theranos. Der Experte für Bio-Engineering verhalf dem Unternehmen nach außen zu wissenschaftlicher Glaubwürdigkeit und bekam dafür ein üppiges Gehalt. Er verteidigte Holmes und Theranos lange gegen kritische Nachfragen und Zweifel an der Wirksamkeit der Technologie. Ob Robertson von den Problemen mit der Technik wusste, ist offen.</p><p style="font-size: 18px; font-style: normal; font-weight: 300;">2011 traf Holmes den früheren US-Außenminister George Shultz, wenig später wurde er Vorstandsmitglied bei Theranos. Mithilfe des gut vernetzten Shultz wurde der Vorstand innerhalb der kommenden Jahre mit weiteren einflussreichen Personen aus Politik und Wirtschaft besetzt, darunter der frühere Außenminister Henry Kissinger, der ehemalige Verteidigungsminister William Perry, General Jim Mattis, und der frühere CEO der Wells Fargo Bank, Richard Kovacevich.</p><p style="font-size: 18px; font-style: normal; font-weight: 300;">Geld für das Startup bekam Holmes von nicht minder bekannten Namen: Die Walmart-Gründer-Familie Walton investierte 150 Mio. Dollar, Medienmogul Rupert Murdoch über 120 Mio. Dollar, die ehemalige Bildungsministerin Betsy DeVos 100 Mio. Dollar. Sie alle verloren ihr Investment mit dem Zusammenbruch von Theranos.</p></div></div></div></div>						</div>
				</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Die Probleme</h2>		</div>
				</div>
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							<div id="c3904" class="ce-regular-text centered big-text"><div class="container"><div class="row"><div class="col-md-8 col-md-offset-2"><p>2009<b> </b>stieg Ramesh „Sunny“ Balwani bei Theranos mit ein. Er kümmerte sich fortan um das Tagesgeschäft, besaß jedoch keine Kenntnisse von Biomedizin und hatte nie in einem Tech-Startup gearbeitet. Mitarbeitern wurde schnell klar, dass er die Prozesse und Technologien im Labor nicht verstand. Aufgrund seines aufbrausenden Temperaments wurde Balwani im Unternehmen schnell als „enforcer“ bekannt, als Vollstrecker. Elizabeth Holmes verheimlichte vor Mitarbeitern und dem Vorstand die Tatsache, dass sie mit Balwani eine Beziehung führte.</p><p> <span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Theranos ve</span><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">rsprach, anhand von nur wenigen Blutstropfen zahlreiche Tests zu Hinweisen auf Krankheiten wie Diabetes oder Krebs durchführen zu können. In den Interviews von Firmengründerin Elizabeth Holmes variierte die Zahl der angeblich durchführbaren Tests: Oft war von über 200 die Rede, ein Unternehmensprofil im US-Businessmagazin Inc. sprach 2015 sogar von über 250. Doch der „Edison“ – das Gerät, das die Tests durchführen sollte – hielt bis zuletzt nicht, was Theranos versprach. Das Gerät gab unzuverlässige oder falsche Ergebnisse aus. Einzig der Test auf das Herpes-Virus wurde im Juli von der amerikanischen Aufsichtsbehörde Food and Drug Administration (FDA) als zuverlässig anerkannt. Um die große Anzahl der beworbenen Tests durchführen zu können, besorgte Theranos Fremdgeräte von Siemens, verheimlichte diesen Umstand jedoch vor Patienten, Geschäftspartnern und Investoren. Eine FDA-Inspektion legte 2015 außerdem Unzulänglichkeiten bei den Tests offen, die Theranos erst einige Wochen später öffentlich machte.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Mitarbeiter im Labor machten auf die Probleme mit „Edison“ aufmerksam und dokumentierten sie in Fehlerreports. Doch die Hinweise wurden von der Firmenleitung ignoriert. Statt an der Problemlösung zu arbeiten, wurden aus den Ergebnissen der Testläufe im Unternehmen nur die korrekten Daten herausgefiltert und weiter ausgewertet. Die falschen Ergebnisse wurden ignoriert. Holmes‘ Partner Balwani soll zweifelnde oder kritische Mitarbeiter unter Druck gesetzt haben. Ehemalige Mitarbeiter bes</span><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">chreiben die <a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/warum-ist-ethische-unternehmensfuehrung-so-schwer/" target="_blank" rel="noopener">Firmenkultur</a> als eine Mischung aus Misstrauen, psychischem Druck und Lügen. Holmes selbst soll ihren Mitarbeitern gegenüber selbst bei kleinen Details gelogen haben und behauptete etwa in Emails, nicht im Büro zu sein, obwohl sie nur wenige Meter entfernt an ihrem Schreibtisch saß. Zahlreiche Mitarbeiter kündigten oder wurden gefeuert, wenn sie zu viele Fragen stellten oder zu kritisch waren.</span></p></div></div></div></div>						</div>
				</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Die Whistleblower</h2>		</div>
				</div>
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							<p>Tyler Shultz begann 2013 bei Theranos zu arbeiten und war ein begeisterter Anhänger von Holmes‘ Vision. Er bekam eine Vollzeitstelle im Diagnoseteam und stieß bald auf Probleme mit den Testergebnissen. Trotz fehlerhafter Ergebnisse wurden die Reports in der internen Statistikabteilung abgenommen und Daten in den Reports verändert. Tyler fiel auf, dass die Arbeitsweise von „Edison“ niemandem genau bekannt war. Selbst Inspektoren wurde der Zugang zum Labor verweigert, in dem die „Edison“-Geräte arbeiteten. Denn dort liefen die Bluttests nicht durch Theranos‘ eigenes Equipment, sondern durch Fremd-Geräte.</p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Auch die Laborassistentin Erika Cheung stieg ins Unternehmen ein, weil sie von Holmes‘ Vision begeistert war. Cheung arbeitete in den Jahren 2013 und 2014 sechs Monate lang im Theranos Labor und entdeckte bald ebenfalls, dass fehlerhafte Testergebnisse gelöscht wurden. Als sie ihr eigenes Blut von einer Theranos-Maschinen testen ließ, zeigte das Ergebnis einen Vitamin-D-Mangel an, den konventionelle Tests widerlegten. Sie machte Ramseh „Sunny“ Balwani auf die Probleme aufmerksam, doch der zog ihre Kompetenz in Frage.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Nach sechs Monaten im Unternehmen war Cheung von den Vorgängen im Unternehmen so alarmiert, dass sie kündigte. Theranos begann sie daraufhin zu bedrängen und engagierte Privatdetektive, die Cheung folgten. Cheung sagte später, sie fühlte sich so bedroht und überwacht, dass sie mehrmals den Wohnort wechselte und sich ein Prepaid-Telefon zulegte, damit ihre Anrufe nicht überwacht werden konnten.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Auch Tyler Shultz machte intern auf die Probleme aufmerksam: Er suchte das Gespräch mit Elizabeth Holmes, aber seine Sorgen wurden nicht ernst genommen. Sie verweigerte ihm ein zweites Gespräch und bat ihn, seine Beobachtungen in einer E-Mail zusammenzufassen. Die Antwort kam nicht von Holmes, sondern ihrem Partner Ramesh „Sunny“ Balwani, der Shultz in der E-Mail beleidigte und bedrohte.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Shultz wandte sich daraufhin an seinen Großvater, den ehemaligen US-Außenminister George Shultz, der im Vorstand von Theranos saß – er wollte ihm zunächst nicht glauben. Seine Familie riet ihm, den Job unter einem Vorwand zu kündigen. Die Situation gipfelte in einem Treffen im Haus seines Großvaters, bei dem Anwälte von Theranos Shultz drängten, eine Schweigeverpflichtung zu unterzeichnen. Shultz weigerte sich.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Wie Shultz wurde auch Cheung von Theranos‘ Anwälten bedrängt. Nachdem ein Reporter des Wall Street Journal namens John Carreyrou Kontakt zu ihr aufgenommen hatte, erhielt sie einen Brief, in dem ihr der hochkarätige Unternehmensanwalt von Theranos mit einer Klage drohte.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">2015 schrieb Cheung deshalb einen Brief an die Aufsichtsbehörde Centers for Medicare &amp; Medicaid Services (CMS) und legte die Probleme im Theranos-Labor offen. Die Behörde unternahm daraufhin eine Überraschungs-Inspektion in den Laboren des Startups, bei der zahlreiche Verstöße festgestellt wurden. Tyler Shultz wandte sich indes nicht an die Behörden, sondern an Reporter Carreyrou, Mithilfe der Informationen von Shultz und eigenen Recherchen veröffentlichte Carreyrou im Oktober 2015 einen ersten Artikel, in dem er offenlegte, dass Theranos nicht die eigenen Maschinen für die Bluttests einsetzte und dass der „Edison“ unzuverlässige Ergebnisse lieferte. Theranos stritt alle Vorwürfe als falsch ab, drohte Carreyrou und Shultz mit Klagen.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Die Drogeriekette Walgreens stellte die Zusammenarbeit mit Theranos vorübergehend ein. Im Januar 2016 warnte die staatliche Aufsichtsbehörde CMS nach unzuverlässigen Ergebnissen beim Nachweis eines Blutverdünners, dass Theranos-Tests die Patientengesundheit gefährdeten. Drei Monate später begannen die Strafverfolgungsbehörden und die Finanzaufsicht SEC Ermittlungen gegen Theranos. Ramesh „Sunny“ Balwani, der das Tagesgeschäft bei Theranos geführt hatte, verließ das Unternehmen.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Walgreens und andere Partner klagten gegen Theranos, der Fall endete 2017 mit einem Vergleich. Anfang 2018 verkündete die SEC eine Anklage gegen Elizabeth Holmes und ihren Businesspartner Ramesh „Sunny“ Balwani. Holmes musste ihren Posten als CEO aufgeben und wurde mit dem Verbot belegt, in den kommenden 10 Jahren ein börsennotiertes Unternehmen zu leiten. Im Juni 2018 erhoben die kalifornischen Strafverfolgungsbehörden Anklage gegen Holmes und Balwani. Theranos wurde im September des gleichen Jahres geschlossen.</span></p>						</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Speak-Up-Kultur und Whistleblowing
</h2>		</div>
				</div>
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							<p>Erika Cheung und Tyler Shultz wurden zu Whistleblowern, weil ihre Sorgen im Unternehmen nicht ernst genommen wurden. Cheung hatte sich an die Nummer Zwei im Unternehmen, Ramesh „Sunny“ Balwani gewandt, um ihn darauf aufmerksam zu machen, dass Theranos‘ Umgang mit fehlerhaften Testergebnissen nicht wissenschaftlichen Standards entsprach. Statt sie ernst zu nehmen, zog Balwani ihre Kompetenz in Zweifel. Nachdem sie das Unternehmen desillusioniert verlassen hatte, drohte ihr das Unternehmen zudem mit rechtlichen Maßnahmen.</p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Shultz wandte sich mit seinen Beobachtungen zunächst direkt an CEO Elizabeth Holmes. Sie bat ihn, seine Kritikpunkte zu verschriftlichen. Obwohl die Verantwortlichen die Hinweise auf Fehlverhalten damit schwarz auf weiß hatten, leiteten sie keine Untersuchung ein, sondern reagierten mit Vorhaltungen und Repressalien. Shultz wurde von Balwani in einer Email beleidigt und bedroht.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Damit höhlte Theranos eine der zentralen Säulen aus, die gute <a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/was-ist-compliance/" target="_blank" rel="noopener">Compliance</a> in Unternehmen ausmachen: Eine gesunde <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/speak-up-kultur/" target="_blank" rel="noopener">Speak-Up-Kultur</a>, in der Mitarbeiter ohne Angst auf Probleme oder Fehlverhalten im Unternehmen hinweisen können. Eine gesunde Speak-Up-Kultur – etwa durch eine Whistleblower-Hotline oder eine <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/">digitale Hinweisgeberplattform</a> und verbindlich definierte Regeln für den Umgang mit Whistleblowern können ein Unternehmen vor dem schützen, was Theranos erlebt hat: Indem Hinweise aufgegriffen, Whistleblower ernst genommen und ihre Beobachtungen schnell untersucht werden, können rechtzeitig Gegenmaßnahmen ergriffen werden, um Probleme intern zu lösen.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Vernachlässigen oder unterbinden Unternehmen eine offene Speak-Up-Kultur und einen <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/white-paper/hinweisgeberschutz-fuer-unternehmen/">vertrauensvollen Umgang mit Whistleblowern</a>, zeigt der Fall Theranos auf dramatische Weise die Konsequenzen: Weil beide Whistleblower sich von den Verantwortlichen nicht ernst genommen fühlten und abgewimmelt wurden, alarmierten sie schließlich Organisationen und Pressevertreter außerhalb des Unternehmens. Das Fehlverhalten bei Theranos und die Reaktion darauf wurde dem Startup damit aus der Hand genommen. Es folgten Enthüllungen in der Presse, Inspektionen durch Aufsichtsbehörden, Strafmaßnahmen, Bankrott und Schließung des Unternehmens und die Anklage der Verantwortlichen.</span></p>						</div>
				</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Der Prozess</h2>		</div>
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							<p>Nachdem sie ihr Studium in Stanford abgebrochen hatte, nutzte Holmes das von ihren Eltern für ihre Ausbildung gesparte Geld als Startkapital für Theranos. Sie überzeugte ihren Stanford-Professor Channing Robertson von ihrer Idee und gewann ihn als erstes Vorstandsmitglied. Robertson brachte Holmes mit Risikokapitalgebern in Kontakt, bis Ende 2004 sammelte sie 6 Mio. Dollar Kapital ein. Zunächst agierte das Unternehmen im „stealth mode“: ohne Unternehmenswebsite oder Pressemeldungen. Obwohl Holmes ab 2013 ins Rampenlicht trat und schnell zum Medienstar wurde, sollte die geheimnisvolle Aura um Theranos bis zum Fall des Unternehmens fortbestehen.</p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Holmes soll Apple-Gründer Steve Jobs verehrt und nachgeeifert haben: Sie heuerte Apple-Designer für das Produktdesign des Laborgeräts „Edison“ an und trat bald nur noch in schwarzen Rollkragenpullovern auf. Holmes begann außerdem mit einer tieferen Stimme zu sprechen.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Mit diesem Image trat sie 2013 an die Öffentlichkeit. Zwei Jahre später schloss das Unternehmen eine Partnerschaft mit der US-Drogeriekette „Walgreens“ ab. In über 40 Filialen sollten Theranos-Tests angeboten werden. Holmes versprach, die Theranos-Bluttests würden bald in nur 5 Meilen Entfernung von jedem amerikanischen Haushalt verfügbar sein. Investoren und Geschäftspartnern gegenüber behauptete sie, die Theranos-Tests seien beim US-Militär in deren Medivac-Hubschraubern im Einsatz – eine Behauptung, die sie erst widerrief, als sie von Ermittlern unter Eid vernommen wurde.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Holmes wurde zum Medienstar und zur gefeierten Visionärin. Sie war auf dem Cover von „Fortune“, „Forbes“ und „Inc“. 2015 wurde Theranos mit 9 Mrd. Dollar bewertet. Holmes galt als jüngste Selfmade-Milliardärin der USA, landete auf der Liste der 100 einflussreichsten Personen des US-Magazines „Time“. Im gleichen Jahr besuchte der damalige Vize-Präsident Joe Biden das Theranos-Labor in Palo Alto und pries Holmes als InspiDrei Jahre nach dem Ende von Theranos hat im September in Kalifornien der Prozess gegen Gründerin Elizabeth Holmes begonnen. Er wurde zunächst von der Pandemie, dann von Holmes‘ Schwangerschaft verzögert: Holmes ist von Balwani getrennt und mit einem wohlhabenden Erben liiert, die beiden haben im Juli 2021 ihr erstes Kind bekommen. Während des Prozesses wird für die junge Mutter ein eigener Raum zur Verfügung gestellt, in dem sie ihren Sohn stillen und versorgen kann.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Die Ankläger werfen Holmes vor, Investoren und Patienten absichtlich in die Irre geführt zu haben: Von den über 200 beworbenen Bluttests konnten die hauseigenen „Edison“-Geräte nur die wenigsten selbst durchführen und lieferten keine korrekten Ergebnisse. Holmes soll außerdem über die Höhe der Unternehmensgewinne gelogen haben.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Angeklagt wird auch ihr früherer Geschäftspartner Ramesh „Sunny“ Balwani. Holmes führte während seiner Zeit im Unternehmen eine Beziehung mit ihm, die sie vor Mitarbeitern und Investoren geheim hielt. Auch Balwani wird mehrfacher Betrug vorgeworfen. Holmes‘ Anwälte haben erreicht, dass die Prozesse der beiden getrennt verhandelt werden und Holmes als erste vor Gericht steht. Balwanis Prozess soll erst Anfang kommenden Jahres beginnen.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">In den ersten Prozesswochen präsentierte die Staatsanwaltschaft mit zahlreichen Dokumenten und hochkarätigen Zeugen ihren Fall: Der frühere Labordirektor Adam Rosendorff sprach detailliert über die fehlerhaften Ergebnisse, die das Theranos-Gerät „Edison“ auswarf. Rosendorff sprach im Zeugenstand darüber, dass er Holmes über die Probleme in Kenntnis gesetzt hatte, sie seine Bedenken allerdings beiseite gewischt hatte. Als Rosendorff das Unternehmen 2014 verließ, verpflichtete Theranos einen neuen Labordirektor: Sunil Dhawan, den Dermatologen von Ramesh „Sunny“ Balwani, der keine Erfahrung als Labordirektor hatte.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Zwei der markantesten Beispiele für die fehlerhaften Testergebnisse der Theranos-Maschinen waren zwei Patientinnen: Eine der Frauen wurde als HIV-positiv diagnostiziert – der Befund wurde durch weitere Bluttests widerlegt. Eine zweite Frau, die mehrere Fehlgeburten erlitten hatte, bekam während ihrer Schwangerschaft Testergebnisse von Theranos, die auf einen erneuten Verlust des Fötus‘ hindeuteten. Der Test war fehlerhaft, die Frau bekam ein gesundes Baby. Interne Emails legten indes offen, dass das Startup fehlerhafte Ergebnisse bei Besuchen von Investoren und Geschäftspartnern mithilfe eines modifizierten Demo-Geräts verschleierte oder Testergebnisse teilweise vor ihnen geheim hielt.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Die Staatsanwaltschaft präsentierte außerdem einen 55-seitigen Report, in den Verantwortliche bei Theranos nachträglich die Logos der Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline, Pfizer und Schering-Plough eingefügt hatten, um den Eindruck zu erzeugen, dass die Technologie von den Pharmaunternehmen anerkannt wurde. Ein bei Pfizer beschäftigter Wissenschaftler bezeugte allerdings, er habe die Behauptungen des Startups als unglaubwürdig eingestuft und Pfizer von einer Zusammenarbeit abgeraten. Die Staatsanwälte waren in der Lage zu zeigen, dass Theranos den Report mit den nachträglich eingefügten Logos dennoch an Investoren und Geschäftspartner gesandt hatte.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">In den Zeugenstand traten außerdem Investoren und der ehemalige US-Verteidigungsminister General James Mattis, der im Aufsichtsrat von Theranos saß. Mattis bezeichnete Holmes als seine Primärquelle für alle Informationen über das Unternehmen und dessen Technologie. Er legte dem Gericht eine Präsentation vor, die sie vor dem Aufsichtsrat hielt. Die Präsentation behauptete unter anderem, die Technologie sei auch von der US-Aufsichtsbehörde FDA und der Weltgesundheitsorganisation WHO validiert worden – beides ist nie geschehen.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Die zwei größten Überraschungen des Prozesses: Obwohl Whistleblowerin Erika Cheung vor Gericht eine Aussage machte, wurde Whistleblower Tyler Shultz nicht in den Zeugenstand gerufen. Entgegen aller Erwartungen machte dafür ab Ende November Elizabeth Holmes eine Zeugenaussage.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Sie gab an, an der Universität Stanford als Studentin vergewaltigt worden zu sein. Danach habe sie das Studium abgebrochen und sich auf Theranos konzentriert. In ihrer siebentägigen Zeugenaussage beschuldigte Holmes zudem ihren früheren Partner Ramesh „Sunny“ Balwani des psychischen und sexuellen Missbrauchs. Als 18-Jährige hatte Holmes den 20 Jahre älteren Balwani kennengelernt und mit ihm ein Jahrzehnt lang eine Beziehung geführt. Er soll sie bevormundet und kontrolliert haben: Angefangen bei ihrer Ernährung bis zum Kontakt zu ihrer Familie und bei Entscheidungen im Unternehmen. Den Vorwurf, sie halbe falsche Angaben über einen Vertrag mit dem Militär gemacht, versuchte sie als Missverständnis zu entkräften. Sie gab an, den gefälschten Report mit den nachträglich eingefügten Firmenlogos zu bereuen. Auch, dass sie ehemalige Angestellte wie die Whistleblower Erika Cheung und Tyler Shultz mit Privatdetektiven und Anwälten bedrängt habe, bezeichnete sie als Fehler.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Die Verteidigung versuchte wiederholt, den Investoren mangelnde Due Diligence anzulasten: Im Kreuzverhör versuchten Holmes‘ Anwälte den Geldgebern wiederholt vorzuwerfen, aus Geldgier nicht genügend Recherchen über das Startup angestrengt zu haben. Die Logik hinter der Strategie: Große Versprechungen gehören im Silicon Valley dazu – Unternehmen wie Uber oder WeWork locken Investoren mit großen Visionen ihrer zuweilen unausgereiften Technologie, die erst nach Jahren zum profitablen Business werden.</span></p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Im Kreuzverhör musste Holmes zugeben, während ihrer Beziehung mit Balwani über mehrere Jahre auch eine Beziehung mit einem weiteren Mann unterhalten zu haben. Sie musste Emails und Textnachrichten zwischen ihr und ihrem früheren Partner vorlesen, in denen die beiden Probleme bei Theranos thematisierten. Die Staatsanwaltschaft versuchte damit deutlich zu machen: Entgegen der Behauptungen der Verteidigung wusste Holmes sehr wohl, was in ihrem Unternehmen falsch lief. Der Prozess soll Mitte Dezember endenration.</span></p>						</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Mehr zum Fall Theranos</h2>		</div>
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							<p>Der Podcast <a href="https://abcaudio.com/podcasts/the-dropout/" target="_blank" rel="noopener">„The Dropout“</a> rekonstruiert Elizabeth Holmes‘ Rolle vom Aufstieg bis zum Fall des Unternehmens und begleitet den Prozess gegen sie.</p><p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">John Carreyrou, der den Betrug bei Theranos im Wall Street Journal öffentlich machte, hat über seine Recherchen und den Fall das Buch „Bad Blood: Secrets and Lies in a Silicon Valley Startup“ geschrieben. Er hostet außerdem den Podcast <a href="https://podcasts.apple.com/de/podcast/bad-blood-the-final-chapter/id1575738174" target="_blank" rel="noopener">„Bad Blood: The Final Chapter“</a> über den Prozess.</span></p>						</div>
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			<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default"><b>Whistleblowing Report</b></h3>		</div>
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							<p>Umfassende Studie über Whistleblowing in europäischen Unternehmen</p>						</div>
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		<thumbnail_link>https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2022/02/Elisabeth-Holmes.jpg</thumbnail_link><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/elizabeth-holmes-theranos/">Elizabeth Holmes und der Fall Theranos: Geschichte eines Betrugsskandals</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/">EQS Integrity Line</a>.</p>
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		<title>Ombudsmann &#038; Compliance: Beschwerdestelle oder digitales Meldesystem?</title>
		<link>https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/ombudsmann-compliance/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angelina Dongauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Jun 2021 13:53:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.integrityline.com/expertise/blog/whistleblowing-faq-fur-unternehmen-und-offentliche-einrichtungen/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Welche Beschwerdestelle passt zu Ihrem Unternehmen? Wir erklären die Vor- und Nachteile eines Ombudsmanns.<thumbnail_link>https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2021/06/integrityline-blog-ombudsmann-compliance.jpg</thumbnail_link>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/ombudsmann-compliance/">Ombudsmann &#038; Compliance: Beschwerdestelle oder digitales Meldesystem?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/">EQS Integrity Line</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="26727" class="elementor elementor-26727 elementor-26309" data-elementor-post-type="blog">
						<section class="elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-5145fe39 elementor-section-full_width elementor-section-height-default elementor-section-height-default" data-id="5145fe39" data-element_type="section">
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Ombudsmann: Definition &amp; Geschichte</h2>		</div>
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							<p>Der Ombudsmann ist eine unparteiische Schiedsperson. Der Begriff leitet sich aus dem Altnordischen für „Vollmacht“ oder „Auftrag“ ab. Bilden mehrere Personen ein Gremium, so bilden sie einen Ombudsrat. Schweden gilt als Vorreiter in Sachen Kontrollgremium und setzte 1809 den ersten Ombudsmann als Vertrauensperson für Bürgerbeschwerden ein. Mittlerweile hat sich das System der Ombudsstelle in ganz Skandinavien etabliert. In Deutschland tritt der Ombudsmann erst seit den 1970er-Jahren in Erscheinung. Die Ombudsstelle fungiert sowohl im öffentlichen Dienst als auch in privaten Unternehmen als zentrale Anlaufstelle im Rahmen eines <a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/compliance-management-system/" target="_blank" rel="noopener">Compliance Management Systems</a>. Häufig handelt es sich dabei um eine ausgebildete Juristin oder einen Juristen. Der Ombudsmann dient unter anderem als Vermittler zwischen Unternehmen und Hinweisgeber, der <a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/compliance-verstoesse/" target="_blank" rel="noopener">Verstöße gegen Compliance-Regeln</a> oder Gesetze vermutet. Und im Zweifel nicht weiß, an wen er sich vertrauensvoll wenden kann, ohne persönlichen Schaden davon zu tragen.</p>						</div>
				</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Welche Aufgaben hat die Ombudsstelle?</h2>		</div>
				</div>
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							<p>Eine Ombudsperson dient als Schlichter und Aufklärer. Aber wie sieht das Aufgabengebiet genau aus?</p><p><strong>Eine Ombudsstelle</strong></p>						</div>
				</div>
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							<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">nimmt vertraulich Informationen mit Verdacht auf Verstöße/Unregelmäßigkeiten auf</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">schützt die Identität der Hinweisgeber (anwaltliche Verschwiegenheitspflicht)</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">bewertet Streitigkeiten unabhängig</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">wägt die Argumente der Beteiligten ab</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">ordnet Risiko, Schaden und Kosten ein</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">beachtet datenschutzrechtliche Vorgaben (DSGVO, BDSG)</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">berichtet an den <a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/compliance-officer/" target="_blank" rel="noopener">Compliance-Beauftragten</a> des Unternehmens</span>
									</li>
						</ul>
				</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Der externe Ombudsmann: Vorteile &amp; Anforderungen</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Für Unternehmen liefert ein externer Ombudsmann viele Vorteile: Unabhängig und mit der natürlichen Distanz berät er gemäß den betrieblichen <a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/compliance-richtlinien-unternehmen/" target="_blank" rel="noopener">Compliance-Richtlinien</a> beide Seiten des Streitfalls. Und der Hinweisgeber kann sich sicher sein, dass seine Informationen die Firma erreichen, seine Anonymität aber gewahrt bleibt.</p><p><strong>Profil externer Ombudsmann</strong></p>						</div>
				</div>
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							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">unparteiisch, integer, diskret</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Berufsgeheimnisträger (z.B. Rechtsanwalt)</span>
									</li>
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										<span class="elementor-icon-list-text">Experte in Arbeitsrecht und Wirtschaftsstrafrecht</span>
									</li>
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										<span class="elementor-icon-list-text">Grundkenntnisse Datenschutz und BWL</span>
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								<li class="elementor-icon-list-item">
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										<span class="elementor-icon-list-text">Hohe soziale und psychologische Kompetenz</span>
									</li>
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										<span class="elementor-icon-list-text">Erfahrungen im Umgang mit Polizei, Zoll und Staatsanwaltschaft</span>
									</li>
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							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Flexibel in Erreichbarkeit (auch außerhalb der Arbeitszeit)</span>
									</li>
						</ul>
				</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Beschwerden beim Ombudsmann einreichen</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Dem Hinweisgeber muss es so einfach wie möglich gemacht werden, seine Hemmungen über Bord zu werfen. Dabei stellen sich ihm diese drei Fragen:</p><p><strong>1.) Direkte Kontaktaufnahme per Telefon, Post, E-Mail?</strong></p><p>Schnell und unkompliziert sollte der erste Kontakt zur Ombudsperson sein − am besten persönlich oder telefonisch. <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/whistleblowing-per-email/">Whistleblowing per E-Mail</a> hinterlässt Zweifel, was mit den sensiblen Daten wirklich passiert. Und auch vom guten, alten Kummerkasten ist abzuraten. Schließlich kann der Absender beim Einwurf gesehen werden.</p><p><strong>2.) Wie kann die Anonymität gewahrt bleiben?</strong></p><p>Der Ombudsmann ist zur Verschwiegenheit verpflichtet. Handelt es sich um einen Rechtsanwalt, so kommt noch die anwaltliche Schweigepflicht hinzu. Whistleblowing beim Ombudsmann bietet damit ein hohes Maß an Sicherheit.</p><p><strong>3.) Was kostet mich der Ombudsmann?</strong></p><p>In der Regel ist die Inanspruchnahme einer beauftragten Vertrauensperson für den Arbeitnehmer mit keinen Kosten verbunden. Das Unternehmen setzt bestenfalls den externen Ombudsmann als Teil seines <a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/compliance-management-system/" target="_blank" rel="noopener">Compliance-Management-Systems</a> ein.</p>						</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Das Digitale Meldesystem: Alternative zur Ombudsstelle?</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>„Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant“, wusste schon der Dichter Hoffman von Fallersleben. Whistleblower gelten nicht immer als Helden, sondern erfahren Mobbing, Erpressung, werden bei Beförderungen übersehen oder sogar entlassen. Seitdem aber große Unternehmen wie die Deutsche Bahn oder Volkswagen ihr System der Ombudsstellen ausweiten, wird der Begriff Whistleblowing immer mehr positiv besetzt und nicht zuletzt durch die <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/eu-whistleblowing-richtlinie/">Whistleblower-Richtlinie der EU</a> öffentlich positiver wahrgenommen.</p>						</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Ombudsstelle vs. digitales Hinweisgebersystem </h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Laut <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/eu-whistleblowing-richtlinie/">EU-Whistleblowing-Richtlinie</a> müssen Unternehmen ab 17. Dezember 2021 unter anderem ein Hinweisgebersystem installieren, über das Beschäftigte Missstände melden können. Diese Pflicht trifft zunächst Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern, zwei Jahre später auch Betriebe mit 50-249 Mitarbeitern. Um die Richtlinie zu erfüllen, eignet sich auch eine Ombudsstelle oder eine Ombudsperson, die entsprechende Hinweise entgegennehmen kann. Allerdings zeigen <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/whistleblowing-report/">Studien</a>, dass der Großteil der Hinweisgeber Anonymität bevorzugt. Eine Ombudsstelle kann diese nur teilweise wahren. </p><p>Anders sieht es bei einem <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/" rel="noopener">digitalen Meldekanal</a> aus: Dabei handelt es sich um eine Software, über die Hinweisgeber eine Meldung abgeben können – etwa auf einer Internetseite. Das Meldesystem lässt sich somit gut in eine bestehende <a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-loesungen/compliance-cockpit/" target="_blank" rel="noopener">Compliance Management Plattform</a> integrieren, ist zu jeder Uhrzeit und von jedem Ort aus erreichbar und liefert eine zentrale Anlaufstelle für Hinweisgeber. Weitere Vorteile: Ein digitales Hinweisgebersystem ermöglicht die vertrauliche Fallbearbeitung, stellt die Verschlüsselung der Daten sicher, gewährleistet effiziente Verwaltung und Dokumentation und erlaubt eine einfache Auswertung der Meldungen (zum Beispiel für Statistiken oder eine Risikobewertung). </p><p>Digitale Hinweisgebersysteme lassen sich leicht je nach Unternehmensgröße skalieren und an verschiedene Sprachen anpassen und eignen sich daher gleichermaßen für kleine und mittelständische Unternehmen wie Großkonzerne. Bei Bedarf lassen sie sich auch gut mit Ombudspersonen oder Telefon-Hotlines kombinieren. </p>						</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
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							<p>Whistleblowing-Gesetze in der Europäischen Union</p>						</div>
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							<p>Ein Blick auf die Umsetzung der EU-Whistleblowing-Richtlinie in den EU-Mitgliedsstaaten</p>						</div>
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		<thumbnail_link>https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2021/06/integrityline-blog-ombudsmann-compliance.jpg</thumbnail_link><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/ombudsmann-compliance/">Ombudsmann &#038; Compliance: Beschwerdestelle oder digitales Meldesystem?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/">EQS Integrity Line</a>.</p>
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		<item>
		<title>BRC Global Standard: Lebensmittelskandale erkennen, bevor sie passieren</title>
		<link>https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/brc-global-standard/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angelina Dongauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Jun 2021 11:23:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsvorschriften & Standards]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.integrityline.com/?post_type=blog&#038;p=61724</guid>

					<description><![CDATA[<p>So müssen Meldesysteme im Unternehmen aussehen, um die Anforderungen des BRC Global Standard v8 zu erfüllen.<thumbnail_link>https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2022/06/eqs-blog-BRC.jpg</thumbnail_link>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/brc-global-standard/">BRC Global Standard: Lebensmittelskandale erkennen, bevor sie passieren</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/">EQS Integrity Line</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="61724" class="elementor elementor-61724 elementor-61649" data-elementor-post-type="blog">
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Was ist der BRC Global Standard for Food Safety?</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Der BRC Global Standard for Food Safety hat im Februar 2019 seine Anforderungen an Lebensmittelhersteller und -lieferanten verschärft, um die Produktsicherheit weiter zu erhöhen. Dabei nimmt <a href="https://www.brcgs.com/store/?catalog=24&amp;category=70" target="_blank" rel="noopener">Version 8 des Standards</a> die Führungsebene stärker in die Verantwortung („tone from the top“), fordert gleichzeitig aber auch Möglichkeiten für Mitarbeiter, Bedenken hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit zu melden („bottom up“). Das British Retail Consortium folgt damit der EU, welche eine <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/white-paper/eu-whistleblowing-richtlinie-schweizer-organisationen/">Direktive zur Einführung von Hinweisgebersystemen</a> verabschiedet hat.</p>						</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Vorgaben des BRC-Standards in Bezug auf Hinweisgebersysteme</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Unternehmen, die in der Fertigung, Verarbeitung und Verpackung von Lebensmitteln tätig sind, sind nach Absatz 1.1.6 zu Folgendem verpflichtet:</p><p><i>“Das Unternehmen muss über ein vertrauliches Meldesystem verfügen, um es</i> <i>Mitarbeitern zu ermöglichen, Bedenken hinsichtlich Produktsicherheit, Integrität, Qualität und Rechtmässigkeit zu melden.”</i></p><p>In der Praxis sind solche „vertraulichen Meldekanäle“ besser als <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/was-ist-ein-hinweisgebersystem/">Hinweisgebersysteme</a> oder <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/">digitale Whistleblowing-Systeme</a> bekannt. Über solche Systeme können Mitarbeiter Missstände oder Bedenken an eine verantwortliche Stelle melden. Typischerweise werden E-Mail-Postfächer, Telefonhotlines oder digitale Systeme genutzt</p>						</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">So erfüllen Sie die Vorgaben der BRC v8 1.1.6:</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p><strong style="font-style: inherit;">1. </strong><b>Sprechen Sie mit den Stakeholdern im Unternehmen</b></p><p>Bevor Sie ein Meldesystem einführen, sollten Sie sich informieren, welche Richtlinien und Vereinbarungen bereits bestehen. Sprechen Sie dazu unbedingt frühzeitig mit der Personal-, <a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/compliance-abteilung-aufbau/" target="_blank" rel="noopener">Compliance- und Rechtsabteilung</a>, um deren Bedürfnisse zu verstehen und bei der Entscheidung für einen Meldekanal miteinzubeziehen.</p><p> </p><p> </p><p><strong>2. </strong><b>Definieren Sie Ihre Anforderungen</b></p><p>Stellen Sie sich folgende Fragen, um herauszufinden, welcher Anforderungen ein Meldekanal in Ihrem Unternehmen erfüllen muss:</p>						</div>
				</div>
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							<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
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										<span class="elementor-icon-list-text">Wer wird das System nutzen? (Mitarbeiter, Lieferanten, sonstige Dritte)</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Welche Kanäle (E-Mail, Telefon, Web) eignen sich für ihre Zielgruppe am besten? Was sind die Vor- und Nachteile der einzelnen Kanäle?</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Wie wird die Vertraulichkeit sichergestellt?</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Soll anonymes Melden möglich sein? (Dies kann zum Beispiel von Ihrem Auditor gefordert werden)</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Soll es eine Zwei-Wege-Kommunikation mit dem Hinweisgeber geben?</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">In welchen Sprachen soll das System verfügbar sein?</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Wer erhält Zugang zu den eingegangenen Meldungen?</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Wie werden Bedenken geprüft und dokumentiert?</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Wie soll der Erfolg gemessen werden?</span>
									</li>
						</ul>
				</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p><strong style="font-style: inherit;">3. </strong><b>Wählen Sie ein Meldesystem aus</b></p><p>Auf Basis der zuvor definierten Anforderungen können Sie nun entscheiden, welches Meldesystem sich am besten für Ihr Unternehmen eignet. In der Regel wählen Unternehmen zwischen einem E-Mail-Postfach, einer Telefonhotline oder einem webbasierten Hinweisgebersystem. Letzteres bietet oftmals auch eine integrierte Fallbearbeitung für die gemeldeten Hinweise.</p><p>Unabhängig davon, für welches System Sie sich entscheiden, ist es wichtig, dass Ihre Maßnahmen konform, sicher, zugänglich, skalierbar und anpassbar sind.</p>						</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
					<ul class="elementor-icon-list-items">
							<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text"><b>Konformität</b>– Jeder Meldekanal muss die Datenschutz- und Arbeitsgesetze in allen Rechtsordnungen einhalten.</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text"><b>Sicherheit </b>– Wenn Sie sich für ein extern-gehostetes System entscheiden, bedenken Sie auch interne IT-Sicherheitsanforderungen. Holen Sie die IT-Abteilung frühzeitig zum Entscheidungsprozess dazu, um sicherzustellen, dass auch IT-seitig alle Voraussetzungen erfüllt sind.</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text"><b>Zugänglichkeit</b> – Bieten Sie eine Mischung an verschiedenen Meldekanälen an. Behalten Sie bei der Entscheidung stehts die Arbeitsumgebung, die Kultur und Demografie Ihrer Mitarbeiter im Hinterkopf.</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text"><b>Skalierbarkeit</b> – Stellen Sie sicher, dass das System auch in der Zukunft noch Ihre Anforderungen erfüllt. Wird der Meldekanal noch ausreichen, wenn sich Ihre Mitarbeiterzahl verdoppelt hat, wenn Sie in neue Märkte expandieren oder wenn sich Regularien ändern</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text"><b>Anpassungsfähigkeit </b> – Nach der Einführung des Meldekanals werden Sie unweigerlich Feedback zum Hinweisgebersystem und zu möglichen Verbesserungspotentialen erhalten. Können Sie das System noch anpassen, wenn sich die Meldeprozesse im Unternehmen weiterentwickeln?</span>
									</li>
						</ul>
				</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p><strong style="font-style: inherit;">4.&nbsp;</strong><b>Implementierung und Kommunikation des Meldesystems</b></p>
<p>Die Einrichtung eines Meldekanals kann je nach Komplexität des Projekts zwischen einigen Stunden und einigen Monaten dauern.</p>
<p>Gute Kommunikation ist einer der Erfolgsfaktoren eines effektiven Hinweisgebersystems. Involvieren Sie die Führungskräfte in Ihre Kommunikationsmassnahmen. Der „Tone from the top” ist entscheidend dafür, ob Mitarbeiter den Meldekanal nutzen. Vermitteln Sie Ihren Mitarbeitern, wie wichtig es ist, Bedenken hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit zu äußern, dass diese Hinweise ernst genommen werden und keine Vergeltungsmassnahmen drohen.</p>
<p>Der BRC-Standard fordert von Unternehmen sogar nachzuweisen, wie der Meldekanal an alle Mitarbeiter kommuniziert wurde. Setzen Sie auf kreative und regelmäßige Kommunikationsmassnahmen, um die besten Ergebnisse zu erzielen.</p>
<p>Der BRC v8 setzt neue Standards für die Sicherheit von Lebensmitteln. Meldekanäle tragen dazu einen erheblichen Teil bei. Mit der richtigen Strategie erfüllen Unternehmen nicht nur die Anforderungen, sondern fördern auch eine Kultur der Offenheit.</p>						</div>
				</div>
					</div>
		</div>
					</div>
		</section>
					</div>
		</div>
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			<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default"><b>Leitfaden zur Einführung von Hinweisgebersystemen</b></h3>		</div>
				</div>
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							<p>Wie Sie erfolgreich ein Hinweisgebersystem in Ihrer Organisation einführen.</p>						</div>
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				</div>
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		</div>
					</div>
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			</item>
		<item>
		<title>ISO 37002: Was Organisationen über die Whistleblowing-Norm wissen müssen</title>
		<link>https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/iso-37002/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angelina Dongauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Jun 2021 17:02:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rechtsvorschriften & Standards]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.integrityline.com/?post_type=blog&#038;p=26233</guid>

					<description><![CDATA[<p>ISO 37002 bietet eine Orientierungshilfe für Organisationen, die ein rechtskonformes und effektives Hinweisgebersystem einrichten möchten.<thumbnail_link>https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2021/11/integrityline-blog-iso-37002.jpg</thumbnail_link>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/iso-37002/">ISO 37002: Was Organisationen über die Whistleblowing-Norm wissen müssen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/">EQS Integrity Line</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="26233" class="elementor elementor-26233 elementor-24019" data-elementor-post-type="blog">
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Die Vorgaben des Standards können an die Größe, Art, Komplexität und rechtlichen Rahmenbedingungen der jeweiligen Organisationen angepasst werden. Die ISO 37002 hilft Organisation dabei, ihre bestehenden Whistleblowing-Maßnahmen und -Prozesse zu verbessern oder die geltenden Rechtsvorschriften für den Schutz von Hinweisgebern einzuhalten.</p><p>Im Gegensatz zur <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/white-paper/eu-whistleblowing-richtlinie-schweizer-organisationen/" target="_blank" rel="noopener">EU-Richtlinie zum Schutz von Hinweisgebern</a> (Richtlinie 2019/1937), die von den EU-Mitgliedstaaten bis Ende 2021 in nationales Recht umgesetzt werden muss, können Organisationen die Norm ISO 37002 als eigenständigen Leitfaden oder zusammen mit anderen Standards für <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/white-paper/eu-whistleblowing-richtlinie-schweizer-organisationen/" target="_blank" rel="noopener">EU-Richtlinie zum Schutz von Hinweisgebern</a> anwenden.</p><p>Anfang Mai haben wir uns virtuell mit den Mitgliedern der Arbeitsgruppe und den Initiatoren Wim Vandekerckhove (Professor für Wirtschaftsethik an der Universität Greenwich) und Andrew Samuels (CEO von WislPort) zusammengesetzt, um zu besprechen, was der Standard leistet, was er nicht leistet und für wen er relevant ist.</p>						</div>
				</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">1. Warum hatten Sie das Gefühl, dass Hinweisgebersysteme eine ISO-Norm benötigen?</h2>		</div>
				</div>
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							<p><strong>Wim Vandekerckhove (WV):</strong> Es gab bereits eine Reihe von nationalen Standards und Richtlinien, zum Beispiel in Australien, Großbritannien, Japan, Kanada und Frankreich. Als wir diese verglichen, waren sie nicht unbedingt widersprüchlich, aber alle wiesen noch Schwächen auf, hatten ihren eigenen Stil und andere Schwerpunkte. Aus diesem Grund war es sinnvoll, einen internationalen, einheitlichen Standard zu schaffen.</p><p><strong>Andrew Samuels (AS):</strong> Der Zeitpunkt war richtig, weil wir im letzten Jahrzehnt viele <a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/fall-wirecard-dan-mccrum-interview/" target="_blank" rel="noopener">Skandale</a> erlebt haben. Organisationen beginnen, den Bedarf an internen Kanälen zu erkennen, über die Menschen sicher und genau Fehlverhalten melden können. Die Sozialen Medien haben es den Menschen viel leichter gemacht, sich zu Wort zu melden und Missstände zu übermitteln, die intern hätten behandelt werden können oder sollen. Ein internationaler Standard bietet auch einen Rahmen, der in allen Regionen und über verschiedene regulatorische Zuständigkeiten hinweg anwendbar ist, was aufgrund der Anzahl von Organisationen, die heute global tätig sind, besonders notwendig ist.</p>						</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">2. Wie kann die ISO 37002 zu mehr Akzeptanz und Praxisrelevanz von Whistleblowing führen?</h2>		</div>
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							<p><strong>AS:</strong> Ich denke, sie wird es den Organisationen leichter machen zu verstehen, dass die Einführung eines effektiven Hinweisgeber-Programms keine lästige Aufgabe ist, und es wird auch die Ausreden der Organisationen beseitigen, es nicht zu tun. Es ist wie in anderen Bereichen, zum Beispiel bei der Gesundheit und Sicherheit. Es braucht Zeit, bis die Menschen die Vorteile sehen und ihre Denkweise ändern. Ein globaler Standard in diesem Bereich ebnet den Weg dafür, wie Organisationen effektive Hinweisgeber-Programme durchführen können. Ein globaler Standard erhöht die Akzeptanz.</p><p><strong>WV:</strong> Es gibt enorme Unterschiede in Bezug auf die Qualität der angebotenen <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/speak-up-kultur/">Speak-up</a>-Systeme. Es gibt einige Unternehmen, die erstaunliche Arbeit leisten. Es gibt aber auch Unternehmen, die kein Meldesystem haben wollen. Aber die Mehrheit der Unternehmen will es wirklich richtig machen. Sie sehen den Mehrwert &#8211; und sie müssen auch die Anforderungen erfüllen, die in der Gesetzgebung festgelegt sind. Diese Unternehmen sagen oft, dass ihnen eine Anleitung oder Best Practices fehlen. Hier kann die ISO-Norm wirklich helfen.</p>						</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">3. Garantiert das Befolgen der ISO 37002-Norm also ein effektives Hinweisgebersystem?</h2>		</div>
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							<p><strong>WV:</strong> Ich halte es für einen Mythos, dass sich das eigene Business verbessert, wenn man mehr Leute dazu bringt, Fehlverhalten zu melden. Ich denke, das ist ein sehr unvollständiges Bild. Denn es geht nicht nur darum, dass Menschen Fehlverhalten melden, sondern es ist auch wichtig, dass diese Meldungen effektiv bearbeitet werden. Wenn das nicht der Fall ist, sind die Mitarbeiter demotiviert, das Fehlverhalten eskaliert und es kommt zu Skandalen. Bei der ISO-Norm geht es wirklich darum, wie Organisationen mit ihren Berichten umgehen. Das war das fehlende Teil im ganzen Puzzle.</p><p><strong>AS:</strong> Ein Hinweisgebersystem lässt sich gut mit einem Formel-1-Wagen vergleichen. In den falschen Händen ist er gefährlich, aber in den richtigen Händen ist er ein leistungsfähiges Gadget. ISO 37002 sagt Ihnen, wie Sie Ihr System feinabstimmen, wie Sie sicher fahren, wann Sie bremsen müssen, wann Sie Gas geben müssen und wann Sie unter die Motorhaube schauen müssen, um sicherzustellen, dass er noch einwandfrei läuft. Denn wie in allen Bereichen des Lebens werden Sie immer irgendwann Teile austauschen müssen, um ihn am Laufen zu halten.</p>						</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">4. Welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede gibt es zwischen der neuen Norm ISO 37002 und der EU-Whistleblowing-Richtlinie?</h2>		</div>
				</div>
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							<p><strong>WV:</strong> Die <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/white-paper/eu-whistleblowing-richtlinie-schweizer-organisationen/" target="_blank" rel="noopener">EU-Richtlinie</a> besagt, dass Sie eine interne Hinweisgeberrichtlinie und Kanäle für vertrauliche Meldungen einrichten müssen. Die ISO-Norm gibt Ihnen eine Anleitung, wie Sie das Hinweisgebersystem tatsächlich betreiben und wie Sie damit umgehen.</p><p><strong>AS:</strong> Genau, sie sind eher komplementär als unterschiedlich. Die EU-Richtlinie listet tatsächlich drei Kanäle auf, über die Whistleblower geschützt sind &#8211; intern, gegenüber einer Aufsichtsbehörde oder gegenüber den Medien. Aber ich würde argumentieren, dass eine Organisation es vermutlich vorzieht, wenn sich die Leute zuerst intern äußern. Wenn man den Standard befolgt und ein System einrichtet, das mit der Zeit Vertrauen aufbaut, werden sich die Leute sicher fühlen, zuerst intern zu melden, anstatt sich an eine Aufsichtsbehörde oder die Medien zu wenden. Durch die Einhaltung der ISO 37002-Norm erfüllen Organisationen nicht nur das Gesetz, welches in der EU-Richtlinie festgelegt ist, sondern auch den Geist dessen, was sie zu erreichen versucht.</p>						</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default"> 5. Wird die neue Norm zertifiziert werden, ähnlich wie ISO 37301 oder IDW PS 980?</h2>		</div>
				</div>
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							<p><strong>WV:</strong> Momentan nicht, obwohl sie leicht in Verbindung mit den Anti-Korruptions- und <a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/iso-37301/" target="_blank" rel="noopener">Compliance-Standards</a> verwendet werden kann, die beide Zertifizierungsstandards sind. Der Hinweisgeber-Standard ist als Leitfaden geschrieben. Es ist möglich, dass eine Aufsichtsbehörde in einem Land beschließt, bestimmte Elemente des Standards zu übernehmen und verbindlich zu machen. Aber das ist nicht die Entscheidung der ISO-Arbeitsgruppe.</p>						</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">6. Ist der Standard nur für große Konzerne oder auch für KMU geeignet?</h2>		</div>
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							<p><strong>AS: </strong>Ich würde sagen, dass er auch für <a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/compliance-mittelstand/" target="_blank" rel="noopener">kleinere und mittelständische Unternehmen</a> praktikabel ist. Kleinere Unternehmen argumentieren oft, dass sie es für sie schwierig und aufwändig sei, ein Hinweisgebersystem einzurichten und zu betreiben. Der Standard stellt keine Vorschrift dar, was es für Organisationen recht einfach und unkompliziert macht.</p><p>KMU sind hier besonders gefährdet, weil Organisationen mit mehr als 50 Mitarbeitern bis 2023 unter die Whistleblowing-Richtlinie fallen werden, also müssen sie handeln. Aber die Herausforderung, etwas zu tun, besteht darin, dass man sich, wenn man das Falsche tut, tatsächlich einem größeren Risiko aussetzt. ISO 37002 kann viele Vorteile für Unternehmen bieten und sie gut schützen.</p>						</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">7. Wie steht die Norm ISO 37002 zur anonymen Berichterstattung?</h2>		</div>
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							<p><strong>AS:</strong> Anonymität war einer der meistdiskutierten Punkte und verschiedene Länder haben unterschiedliche Perspektiven. Die Norm gibt dazu keine Stellungnahme ab, da sie nicht präskriptiv sein soll. Wir skizzieren alle Optionen, aber letztlich überlassen wir es den Organisationen, diese Entscheidung zu treffen.</p><p><strong>WV:</strong> Es ist wichtig zu sagen, dass die ISO-Norm die Gesetzgebung nicht außer Kraft setzen kann. Letztendlich müssen Organisationen realistisch sein. Selbst wenn ein Unternehmen sagt, dass es keine anonymen Berichte akzeptiert, heißt das nicht, dass die Leute keine schicken werden! Und wenn es sich um gute Informationen handelt, ist es vielleicht nicht klug, diese Meldung zu verwerfen.</p>						</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">8. Warum sind Whistleblower wichtig und warum sollten Unternehmen Meldekanäle einrichten?</h2>		</div>
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							<p><strong>WV:</strong> Hinweisgeber dienen als Frühwarnsysteme für Organisationen. Wenn man sich die <a href="https://www.acfe.com/report-to-the-nations/2020/" target="_blank" rel="noopener">ACFE-Berichte</a> anschaut, zeigen sie, dass interne Meldungen tatsächlich der effektivste Weg für Organisationen sind, Korruption zu erkennen.</p><p><strong>AS:</strong> Wir glauben, dass Hinweisgeber die erste Verteidigungslinie in jeder Organisation sind, denn sie sind die Augen und Ohren vor Ort. Sie erkennen Dinge viel früher als ein computergestütztes System es tun würde, und sie erkennen Dinge, die Algorithmen nicht erkennen, wie zum Beispiel missbräuchliches Verhalten. Infolgedessen sind die Bestätigungsraten von Meldungen, die über Hinweisgeber-Kanäle eingehen, ziemlich hoch. Betrugserkennungssysteme hingegen können Falsch-Positiv-Raten von bis zu 99,96 liefern. Wenn es um die Kapitalrendite geht, haben Organisationen mit effektiven Hinweisgebersystemen im Durchschnitt eine 2,8-prozentige Steigerung der Kapitalrendite, eine 20,4-prozentige Verringerung der Vergleichszahlungen und 6,9 Prozent weniger materielle Klagen (laut George Washington School of Business.</p>						</div>
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							<p><strong>Mehr zum Thema:</strong></p>						</div>
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									</li>
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										<span class="elementor-icon-list-text">Offizielle Website der ISO 37002:2021</span>
											</a>
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											<a href="https://www.iso.org/popular-standards.html" target="_blank">

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										<span class="elementor-icon-list-text">The most popular ISO Standards</span>
											</a>
									</li>
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											<a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/iso-37301/" target="_blank">

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										<span class="elementor-icon-list-text">ISO 37301 – Was gilt nach dem neuen CMS-Standard?</span>
											</a>
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							<p><strong>Andrew Samuels, CEO | WislPort</strong></p><p>Andrew Samuels ist der Gründer und CEO von WislPort und ist weithin als Vordenker im Bereich Whistleblowing anerkannt. Als regelmäßiger Medienkommentator zum Thema Whistleblowing hat Andrew Samuels sein Fachwissen dem Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC), der UK All Party Parliamentary Group on Whistleblowing und dem Cambridge Symposium on Economic Crime zur Verfügung gestellt &#8211; neben anderen Engagements im privaten, gemeinnützigen und öffentlichen Sektor. </p><p>Seit 2016 ist er als Fachexperte für das British Standards Institute (BSI) zum Thema Whistleblowing tätig und vertritt seit 2017 das BSI bei der International Standards Organisation (ISO) für ISO37002, dem internationalen Standard für Whistleblowing-Management-Systeme, wobei er maßgeblich an der Entwicklung dieses globalen Standards beteiligt war.</p><p>Vor der Gründung von WislPort verfügte Andrew über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Durchführung großer, komplexer Programme in den Bereichen Finanzdienstleistungen, Telekommunikation und Medien in Großbritannien, Nordamerika und in der Asien-Pazifik-Region, wobei er sich in den letzten zehn Jahren auf regulatorische und Compliance-Programme einschließlich Whistleblowing, Anti-Geldwäsche und Finanzkriminalität spezialisiert hat. </p>						</div>
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													<img decoding="async" width="150" height="150" src="https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2021/11/integrityline-blog-author-wim-vandekerchove-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail wp-image-24022" alt="Wim Vandekerchove contact image | integrityline.com" srcset="https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2021/11/integrityline-blog-author-wim-vandekerchove-150x150.jpg 150w, https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2021/11/integrityline-blog-author-wim-vandekerchove-300x300.jpg 300w, https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2021/11/integrityline-blog-author-wim-vandekerchove.jpg 400w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />													</div>
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							<p><strong>Prof Wim Vandekerckhove, Professor of Business Ethics | University of Greenwich</strong></p><p>Wim Vandekerckhove hat an der Universität Gent in angewandter Ethik promoviert. Er ist Professor für Wirtschaftsethik an der Universität von Greenwich. Er war 2007 Gastdozent an der Universität Oslo (Centre for Development and the Environment SUM) und 2020 Gaststipendiat an der Griffith University (Centre for Governance and Public Policy).  </p><p>Zu seinen Büchern gehören “Whistleblowing and Organisational Social Responsibility” (Ashgate/Routledge), und “The Whistleblowing Guide: Speak-Up Arrangements, Challenges, and Best Practices” (2019, Wiley, mit Kate Kenny und Marianna Fotaki). </p><p>Wim hat verschiedene Organisationen mit seiner Expertise zum Thema Whistleblowing unterstützt, darunter den Europarat, die Generaldirektion Justiz der Europäischen Kommission, Transparency International, Public Concern at Work, Public Services International, das Whistleblower Advice Centre in den Niederlanden, das britische Gesundheitsministerium, die britischen Financial Conduct Authority, das British Standards Institute, die Association of Chartered and Certified Accountants (ACCA), das UNODC und das Internationale Olympische Komitee (IOC). Derzeit ist er Leiter einer Arbeitsgruppe innerhalb der Internationalen Organisation für Normung (ISO TC309/WG3), die den internationalen Standard für Whistleblowing-Richtlinien entwickelt.  </p><p>Wim ist außerdem Co-Direktor des Centre of Research on Employment and Work (CREW) an der University of Greenwich und Chefredakteur von Philosophy of Management (Springer). </p>						</div>
				</div>
					</div>
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		<thumbnail_link>https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2021/11/integrityline-blog-iso-37002.jpg</thumbnail_link><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/iso-37002/">ISO 37002: Was Organisationen über die Whistleblowing-Norm wissen müssen</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/">EQS Integrity Line</a>.</p>
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		<title>Was sollte die ideale Whistleblowing Policy beinhalten?</title>
		<link>https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/whistleblowing-policy/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angelina Dongauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Apr 2021 08:58:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.integrityline.com/?post_type=blog&#038;p=26247</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie Sie eine Whistleblowing-Richtlinie erstellen, die Vertrauen aufbaut und eine Kultur der Integrität fördert.<thumbnail_link>https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2021/11/integrityline-blog-whistleblowing-policy.jpg</thumbnail_link>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/whistleblowing-policy/">Was sollte die ideale Whistleblowing Policy beinhalten?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/">EQS Integrity Line</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="26247" class="elementor elementor-26247 elementor-24154" data-elementor-post-type="blog">
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Wann brauchen Sie eine Whistleblowing Policy?</h2>		</div>
				</div>
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							<p>Der Rechtsschutz für Hinweisgeber unterscheidet sich weltweit stark von Land zu Land. In der Europäischen Union wird die Situation dank der europäischen <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/eu-whistleblowing-richtlinie/" rel="noopener">Whistleblower-Richtlinie</a> jedoch bald harmonisiert. Im Wesentlichen sind alle EU-Mitgliedsstaaten verpflichtet, diese Richtlinie bis zum 17. Dezember 2021 in eine lokale Whistleblowing-Gesetzgebung umzusetzen.</p><p>Die wichtigsten Anforderungen:</p>						</div>
				</div>
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					<ul class="elementor-icon-list-items">
							<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text"><b>Ab dem 17. Dezember 2021</b>, müssen alle Organisationen, die in der EU mit 250 oder mehr Mitarbeitern tätig sind, die neue Gesetzgebung einhalten.</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text"><b>Ab dem 17. Dezember 2023</b>, wird das Gesetz auf alle Organisationen mit 50 oder mehr Mitarbeitern ausgeweitet.</span>
									</li>
						</ul>
				</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Die Richtlinie setzt jedoch nur einen Mindeststandard zum Schutz von Whistleblowern. Jedem Mitgliedsstaat steht es frei, strengere Regelungen durchzusetzen, wenn er dies wünscht. Im Moment ist unklar, welche Länder dies tun werden.</p><p>Unabhängig davon, wo ihr Unternehmen tätig ist, müssen <a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/compliance-officer/" target="_blank" rel="noopener">Compliance-Experten</a> mit der lokalen Gesetzgebung vertraut sein, um eine rechtssichere Whistleblowing-Richtlinie zu formulieren. Eine einheitliche Whistleblowing Policy für ein global tätiges Unternehmen funktioniert nur, wenn Sie sich am strengsten Standard Ihrer Standorte orientieren.</p>						</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Was ist der Zweck Ihrer Whistleblower-Policy?</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Unabhängig von rechtlichen Anforderungen ist der Hauptzweck einer Richtlinie zum Schutz von Hinweisgebern überall auf der Welt gleich. Ihr Ziel ist es, eine Kultur der Integrität innerhalb einer Organisation zu kultivieren. Vollständige Transparenz bildet die Voraussetzung dafür, dass der Einzelne Vertrauen in eine solche Richtlinie hat.</p><p>Eine effektive Whistleblowing Policy schafft Vertrauen, indem sie</p>						</div>
				</div>
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					<ul class="elementor-icon-list-items">
							<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Mitarbeiter und andere Dritte über die Unternehmensstandards aufklärt.</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">eine klare Anleitung für den Hinweisgeber-Prozess liefert.</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">erklärt, wie Hinweisgeber ihre Meldung platzieren.</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">definiert, welche Arten von Hinweisen möglich sind</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">rechtliche Schutzmaßnahmen oder Einschränkungen erläutert</span>
									</li>
						</ul>
				</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Kurz gesagt, eine Whistleblowing Policy sollte ethisches Verhalten fördern und eine <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/speak-up-kultur/" target="_blank" rel="noopener">SpeakUp-Kultur</a> unterstützen, in der Fehlverhalten frühzeitig und sicher gemeldet wird.</p>						</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Was sollte eine Whistleblower Policy enthalten?</h2>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-52907a1 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="52907a1" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Eine Richtlinie sollte vor allem die folgende Frage beantworten:</p><p><strong>Wer ist ein Whistleblower und wer ist geschützt?</strong></p><p>Jede Whistleblower Policy muss erklären, was mit &#8220;Whistleblower&#8221; gemeint ist. In der Regel handelt es sich um jemanden, der einen Verdacht auf Fehlverhalten äußert, von dem er glaubt, dass es im Interesse der Öffentlichkeit liegt.</p><p>Nach EU-Recht muss Ihre Richtlinie sowohl Ihre Mitarbeiter und ehemaligen Mitarbeiter, Praktikanten und Selbstständige, aber auch Mitarbeiter von Lieferanten und Geschäftspartnern, die mit Ihrem Unternehmen zusammenarbeiten, schützen. Sogar Dritte, die in enger Beziehung zu der Person stehen, die das Fehlverhalten meldet, müssen geschützt werden &#8211; und dazu gehören auch Familienangehörige.</p><p><strong>Was sind gültige Whistleblowing-Anliegen?</strong></p><p> Ihre Richtlinie sollte keinen Zweifel daran lassen, welche Arten von Meldungen und Anliegen von der Gesetzgebung zum Schutz von Hinweisgebern abgedeckt werden. Im Allgemeinen sind Whistleblower gesetzlich geschützt, wenn sie im öffentlichen Interesse handeln und Informationen über korrupte, betrügerische, gefährliche oder illegale Aktivitäten offenlegen.</p><p>Zu den typischerweise abgedeckten Bereichen gehören:</p>						</div>
				</div>
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					<ul class="elementor-icon-list-items">
							<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Buchhaltungsbetrug</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Bestechung und jede Form von Korruption</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Steuerhinterziehung von Unternehmen</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/geldwaesche-compliance/" target="_blank">

												<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Geldwäsche</span>
											</a>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Finanzierung von terroristischen Organisationen</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Umweltschädigung</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Verstöße gegen Vorschriften zur Lebensmittel- und Produktsicherheit</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Verstöße gegen Vorschriften zur öffentlichen Gesundheit und Sicherheit</span>
									</li>
						</ul>
				</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-9025daa elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="9025daa" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p><strong>Was Whistleblowing nicht ist</strong></p><p>Berichte über persönliche Missstände, wie <a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/sexuelle-belaestigung-am-arbeitsplatz/" target="_blank" rel="noopener">Belästigung</a> oder Mobbing, fallen in der Regel nicht unter die Gesetzgebung zum Schutz von Hinweisgebern, und dies sollte in Ihrer Richtlinie klar formuliert sein. Organisationen sollten daher formelle Beschwerdeverfahren für solche Angelegenheiten einrichten, die von Ihren Whistleblowing-Verfahren getrennt bleiben.</p>						</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Meldeoptionen: intern, extern und an die Medien</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Ihre Richtlinie muss Ihre rechtlichen Verpflichtungen in Bezug auf Meldeverfahren festhalten. In der EU sind Unternehmen zum Beispiel verpflichtet, &#8230;</p>						</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
					<ul class="elementor-icon-list-items">
							<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">den Empfang eines Hinweises innerhalb von sieben Tagen zu bestätigen.</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">während der Untersuchung eine prompte und angemessene Rückmeldung zu geben.</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">die Untersuchung abzuschließen und innerhalb von 90 Tagen nach Einreichung der Meldung ein abschließendes Feedback zu geben.</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">die Unterlagen sorgfältig und sicher aufzubewahren.</span>
									</li>
						</ul>
				</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-bc9ffb4 elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="bc9ffb4" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Die EU-Richtlinie ermutigt aktiv dazu, Fehlverhalten zuerst intern zu melden. Wenn Ihre internen Meldemechanismen jedoch nicht zu einer schnellen und angemessenen Lösung eines Falles führen, ermöglicht es die EU-Gesetzgebung zum Schutz von Hinweisgebern einer Person, sich mit ihren Bedenken an die zuständigen Behörden zu wenden &#8211; und trotzdem rechtlich vor Repressalien geschützt zu sein. Eine Person kann sich als letzten Ausweg an die Medien wenden und ist dann immer noch vor Repressalien durch die EU-Gesetzgebung geschützt. Die Whistleblower Policy muss potentielle Hinweisgeber über die verschiedenen Meldewege aufklären.</p><p>In der Regel liegt es weder im Interesse eines Unternehmens noch im Interesse einer Einzelperson, wenn sich ein Hinweisgeber zuerst an die Behörden oder an die Medien wendet. Daher sollten Unternehmen <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/" rel="noopener">geeignete Meldewege</a> einrichten.</p>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-89e27d4 elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="89e27d4" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Welche Art von internen Meldekanälen sind notwendig?</h2>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-5df93cd elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="5df93cd" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p>In Anbetracht der gesetzlichen Bestimmungen müssen Organisationen sichere interne Kanäle bereitstellen und kommunizieren, über die Mitarbeiter Fehlverhalten an ihrem Arbeitsplatz melden können. Welche das sind, müssen Sie in Ihrer Richtlinie festhalten.</p><p>Die Mindestanforderungen lauten:</p>						</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
					<ul class="elementor-icon-list-items">
							<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Ein <a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/was-ist-ein-whistleblowing-system/">Whistleblowing-System</a>, das es Mitarbeitern und Dritten ermöglicht, potenzielles Fehlverhalten auf vertrauliche Weise zu melden</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Verschiedene sichere Meldekanäle, die dem Einzelnen die Wahl lassen, persönlich, mündlich oder schriftlich zu melden</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Meldemechanismen, die auch außerhalb des Unternehmensnetzwerks zugänglich sind</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Sicherheitsvorkehrungen, die Hinweisgeber vor Repressalien schützen</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Unparteiische Personen, einschließlich Fachexperten, die den Meldungen nachgehen und mit dem Hinweisgeber kommunizieren</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">Garantierte Anonymität, wo dies gewünscht wird oder im nationalen Recht vorgesehen ist</span>
									</li>
						</ul>
				</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-8c4455b elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="8c4455b" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p>In Fachkreisen gilt die Option zur <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/was-ist-ein-hinweisgebersystem/" target="_blank" rel="noopener">anonymen Meldung</a> mittlerweile als Best Practice für Organisationen. Warum? Viele Whistleblower haben große Angst vor Repressalien und trauen sich nicht, Korruption oder Fehlverhalten zu melden. Aus diesem Grund verlangt die EU-Gesetzgebung, dass Organisationen Meldekanäle einrichten, die zumindest eine vertrauliche Meldung ermöglichen. Die Identität des Whistleblowers &#8211; oder der Personen, die in einen Whistleblower-Bericht verwickelt sind &#8211; darf ohne ausdrückliche Zustimmung der betroffenen Personen nicht offengelegt werden.</p>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-05706ef elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="05706ef" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Der Schlüssel zum Erfolg: Kommunikation</h2>		</div>
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							<p>Was sollten Sie tun, wenn es rechtliche Einschränkungen gibt, die Sie daran hindern, das genaue Ergebnis einer Untersuchung offenzulegen? Selbst in solchen Fällen ist es entscheidend, dem Hinweisgeber zumindest ein Minimum an Feedback zu geben. Ihre Richtlinie sollte darlegen, was Sie kommunizieren können und was nicht.</p><p>Eine Möglichkeit besteht darin, in regelmäßigen Abständen anonymisierte Berichte zu veröffentlichen, um die Mitarbeiter und die Öffentlichkeit über alle Whistleblowing-Vorfälle in Ihrer Organisation und deren Ergebnisse zu informieren. Ihre Richtlinie sollte angeben, wo solche Berichte abgelegt werden.</p><p>Je transparenter Sie kommunizieren, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Mitarbeiter die geltenden rechtlichen Beschränkungen verstehen, Ihrer Richtlinie vertrauen und sich deshalb melden. Eine wirksame Whistleblower Policy kann nur dann erfolgreich sein, wenn die Mitarbeiter sie kennen, sie verstehen und das Gefühl haben, dass sie ihr vertrauen können.</p>						</div>
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							<p>Leitfaden zur Einführung von Hinweisgebersystemen</p>						</div>
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							<p>Wie Sie erfolgreich ein Hinweisgebersystem in Ihrer Organisation einführen.</p>						</div>
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		<thumbnail_link>https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2021/11/integrityline-blog-whistleblowing-policy.jpg</thumbnail_link><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/whistleblowing-policy/">Was sollte die ideale Whistleblowing Policy beinhalten?</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/">EQS Integrity Line</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Was ist ein Whistleblowing-System? Compliance Kompakt</title>
		<link>https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/was-ist-ein-whistleblowing-system/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angelina Dongauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Mar 2021 18:37:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Grundlagen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.integrityline.com/?post_type=blog&#038;p=26259</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wer beruflich mit Compliance zu tun hat, kommt um den Begriff des Whistleblowing-Systems nicht herum. Lesen sie hier, was das genau bedeutet.<thumbnail_link>https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2021/11/integrityline-blog-whistleblowing-hotline.jpg</thumbnail_link>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/was-ist-ein-whistleblowing-system/">Was ist ein Whistleblowing-System? Compliance Kompakt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/">EQS Integrity Line</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="26259" class="elementor elementor-26259 elementor-24290" data-elementor-post-type="blog">
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Whistleblowing-System: Die Definition</h2>		</div>
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							<p>Die allgemeine Definition lautet: <em>„Der Ausdruck Hinweisgebersystem (Whistleblowing-System) bezeichnet ein System zum Gewinnen von Informationen, das Ermittler in Unternehmen und Verwaltungen einsetzen, um ihren Mitarbeitern und auch Personen des Umfeldes einen vertraulichen Kommunikationskanal zu eröffnen. Dieser kann von ihnen – das betrifft auch Whistleblower – zum Melden möglicher Straftaten und Ethikverstöße genutzt werden.“</em> (vgl. Schemmel/Ruhmanseder/Witzigmann: Hinweisgebersysteme, C.F. Müller, Heidelberg 2012)</p><p>Dabei können Whistleblowing-Systeme unterschiedliche Meldekanäle enthalten, darunter Telefonhotlines, Ombudsleute, <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/" rel="noopener">digitale Whistleblowing-Systeme</a> oder kombinierte Systeme zur sicheren Kommunikation von Missständen.</p><h3>Briefkasten</h3><p>Auf den ersten Blick sind alle oben angeführten Systeme in der Lage, eine vertrauliche Meldungsabgabe zu gewährleisten. Bei einem genaueren Hinsehen werden jedoch Unterschiede deutlich: So kann ein Brief zwar flexibel von fast jedem Ort der Welt versendet werden, erreicht aber nicht immer die zuständige Person. Werden die internen Hinweise dabei anonym verfasst, bleibt zudem die Möglichkeit einer Kommunikation versperrt, um Rückfragen zur Klärung des beschriebenen Vorfalls zu stellen.</p><h3>Whistleblowing Hotline: Sprachbasierte Whistleblowing-Systeme</h3><p>Einen weiteren Kommunikationskanal stellt eine sprachbasierte Lösung dar, entweder eine von Menschen betreute Anwendung oder ein Anrufbeantwortersystem. Um jedoch eine Erreichbarkeit rund um die Uhr bereitstellen zu können, mitunter auch in mehreren Sprachen, ist ein hoher personeller Aufwand erforderlich, der mit entsprechenden Kosten einhergeht. Bei Anrufbeantwortersystemen können wiederum keine Rückfragen gestellt werden. Zudem erfolgt die Reaktion auf eine Meldung stets mit einer zeitlichen Verzögerung. Isolierte Lösungen genießen darüber hinaus wenig Vertrauen in Hinblick auf die Wahrung der Anonymität der Identität des Meldenden. Allerdings macht eine sprachbasierte Lösung als zusätzlicher Kanal wiederum Sinn, wenn ein Hinweisgeber bzw. eine Hinweisgeberin nicht auf das Internet zugreifen kann oder möchte.</p><p>Die Bezeichnung &#8220;Whistleblowing Hotline&#8221; wird mitunter von Unternehmen &#8211; vor allem im englischen Sprachraum &#8211; auch als Synonym für digitale Whistleblowing-Systeme verwendet. Hintergrund ist der 2002 in Kraft getretene US-amerikanische Sarbanes-Oxley-Act, der alle US-Firmen dazu verpflichtete, interne Meldewege einzurichten. Mittlerweile handelt es sich allerdings kaum noch um rein telefonische Hotlines.</p><h3>Ombudspersonen</h3><p>Eine weitere vertrauenswürdige Möglichkeit, Hinweise abzugeben, ist eine Anlaufstelle mit einer unternehmensinternen oder externen <a href="https://www.integrityline.com/de/knowhow/blog/ombudsmann-compliance/">Ombudsperson</a>, die meist als Anwalt bzw. Anwältin tätig ist. Im Gespräch lassen sich so nicht nur Meldungsschwerpunkte selektieren, sondern auch die Plausibilität und Glaubwürdigkeit der internen Hinweise prüfen. Leider bietet ein Meldesystem mit Ombudspersonen naturgemäß eine eingeschränkte zeitliche und örtliche Erreichbarkeit sowie eine für gewöhnlich limitierte Sprachabdeckung. Aus diesem Grund werden Ombudspersonen meist im regionalen Kontext oder in Kombination mit anderen Meldekanälen eingesetzt.</p>						</div>
				</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Wie funktioniert ein digitales Whistleblowing-System?</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Bei einem <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/" rel="noopener">digitalen Whistleblowing-System</a> handelt es sich um eine Software, über die Hinweisgeber eine Meldung abgeben können – etwa auf einer Internetseite. Das Meldesystem lässt sich somit gut in eine bestehende <a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-loesungen/compliance-cockpit/" target="_blank" rel="noopener">Compliance Management Plattform</a> integrieren, ist zu jeder Uhrzeit und von jedem Ort aus erreichbar und liefert eine zentrale Anlaufstelle für Hinweisgeber. Whistleblower füllen beim Melden eine sogenannte Fallmaske aus, über die wichtige Informationen abgefragt werden. Dabei steht es dem Hinweisgeber frei, ob er seine persönlichen Daten hinterlässt, oder ob er anonym meldet. In diesem Fall legt das Meldesystem ein Postfach an, über das der Fallbearbeiter mit dem Hinweisgeber weiter kommunizieren kann, ohne die Identität offenzulegen. Geht ein Hinweis beim Compliance Manager ein, prüft er den Fall und leitet weitere Schritte ein.</p>						</div>
				</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Wie Unternehmen von Whistleblowing-Systemen profitieren</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Unternehmen und Organisationen stehen aktuell vor neuen Compliance-Herausforderungen: Die <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/eu-whistleblowing-richtlinie/">EU-Whistleblowing-Richtlinie</a>, die auch Schweizer Unternehmen betreffen kann, steht kurz vor der Umsetzung. Ab 17. Dezember 2021 müssen EU-Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern ein Whistleblowing-System installieren. Zwei Jahre später trifft diese Pflicht auch kleinere Unternehmen mit 50-250 Mitarbeitern. Auch auf Behörden, Ämter und öffentliche Einrichtungen sowie Städte und Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern findet die Richtlinie Anwendung. Die Investition in ein <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/" target="_blank" rel="noopener">internes Meldesystem</a> bedeutet jedoch nicht nur eine lästige Pflicht, sie zahlt sich für jede Organisation auf vielen Ebenen aus.</p><p><strong>Die Organisation</strong></p>						</div>
				</div>
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										<span class="elementor-icon-list-text">erfüllt die gesetzlichen Vorgaben,</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">schützt sich selbst und ihre Mitarbeiter vor Geld- oder Haftstrafen,</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">verbessert ihre Attraktivität gegenüber Geschäftskunden, Partnern, Investoren, Banken und Mitarbeitern,</span>
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											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">erhöht die eigene Professionalität,</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">fördert eine moderne <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/speak-up-kultur/" target="_blank" rel="noopener">Speak-Up-Kultur</a></span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">schützt ihr Ansehen vor Skandalen,</span>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<a href="https://www.eqs.com/de-ch/compliance-wissen/blog/compliance-risikoanalyse/" target="_blank">

												<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">erkennt Risiken früher</span>
											</a>
									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
											<span class="elementor-icon-list-icon">
							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">und kann so früh und proaktiv gegen Verstöße vorgehen.</span>
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						</ul>
				</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Warum Unternehmen auf ein digitales Whistleblowing-System setzen sollten</h2>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-b61d80c elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="b61d80c" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Bei der Einrichtung eines Whistleblowing-Systems kommen grundsätzlich mehrere Kanäle oder auch eine Kombination in Frage: Telefon-Hotline, <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/whistleblowing-per-email/">E-Mail</a>, Briefkasten, <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/ombudsmann-compliance/">Ombudsmann </a>oder eine digitale Lösung. Die Unterschiede liegen vor allem in der Erreichbarkeit und den Möglichkeiten einer vertraulichen Kommunikation. Ein digitales System liefert nämlich zahlreiche Vorteile gegenüber allen anderen Kanälen.</p><p>Die digitale Lösung ist</p>						</div>
				</div>
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										<span class="elementor-icon-list-text">stellt die Verschlüsselung der Daten sicher</span>
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									</li>
								<li class="elementor-icon-list-item">
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							<i aria-hidden="true" class="fas fa-square-full"></i>						</span>
										<span class="elementor-icon-list-text">und erlaubt eine einfache Auswertung der Meldungen für Statistiken.</span>
									</li>
						</ul>
				</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Zehn Kriterien für ein erfolgreiches Whistleblowing-System</h2>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-656e0ca elementor-widget elementor-widget-text-editor" data-id="656e0ca" data-element_type="widget" data-widget_type="text-editor.default">
				<div class="elementor-widget-container">
							<p><strong>1. Datenschutz und Datensicherheit</strong></p><p>Gibt ein Hinweisgebender eine vertrauliche Meldung ab, werden dabei personenbezogene Daten verarbeitet. Aus diesem Grund müssen webbasierte Systeme höchste Anforderungen an den Schutz und die Sicherheit dieser Daten aufweisen – von der Erfassung des Hinweises bis hin zur Löschung.</p><p><strong>2. Datenspeicherung und Zugriff</strong></p><p>Eine Datenspeicherung auf geschützten Servern in Deutschland bzw. der EU ist in jedem Fall ratsam, nicht zuletzt aufgrund des für unwirksam erklärten Privacy Shield Abkommens zwischen der EU und den USA. Zudem sollten Dritte, auch der Anbieter des Hinweisgebersystems, zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die Daten haben.</p><p><strong>3. Verschlüsselung und Dialogmöglichkeit</strong></p><p>Die Möglichkeit, bei Bedarf anonym melden zu können, senkt die Hemmschwelle auf Seiten des Whistleblowers und erhöht die Akzeptanz und den Erfolg eines Meldesystems. Gleichzeitig ist ein Dialog zwischen Hinweisgebenden und dem Bearbeitenden seitens des Unternehmens wichtig für die effiziente Klärung eine Falls. Mit speziellen Verschlüsselungstechnologien und einer Postkastenfunktion kann der vertrauliche Austausch realisiert und gleichzeitig die Identität des Whistleblowers geschützt werden.</p><p><strong>4. Sprachabdeckung</strong></p><p>Abhängig von seiner Ausgestaltung ist ein webbasiertes Meldesystem in der Lage, Hinweise in einer Vielzahl von Sprachen entgegenzunehmen. Insbesondere für international tätige Unternehmen ist dies ein wichtiges Kriterium, um Hinweisgeber die Abgabe des Hinweises in der eigenen Muttersprache zu ermöglichen und somit die Hemmschwelle so niedrig wie möglich zu halten. Mit Hilfe einer Übersetzungsfunktion können die eingegangenen Meldungen in die Sprache des jeweiligen Meldungsbearbeitenden übertragen werden.</p><p><strong>5. Unabhängige Sicherheitskontrollen</strong></p><p>Regelmäßige Sicherheits- und Penetrationstests unabhängiger IT-Experten sind ein wichtiges Qualitätsmerkmal einer Whistleblower Software. DSGVO-konforme Datenschutzzertifizierungen dienen ebenfalls als Indiz für die Sicherheit einer solchen Anwendung.</p><p><strong>6. Länderspezifischer Datenschutz</strong></p><p>Beim internationalen Einsatz eines internen Meldekanals müssen die landeseigenen Datenschutzanforderungen und Rechtsvorschriften berücksichtigt werden. So sind anonyme Meldungen zu bestimmten Themen in einigen Ländern nicht zulässig. Mit einer webbasierten Lösung können solche spezifischen Anforderungen daher gut abgebildet werden.</p><p><strong>7. Fallbearbeitung und Dokumentation</strong></p><p>Mit einer an das Hinweisgebersystem gekoppelten Fallbearbeitung können Ergebnisse und Maßnahmen des Bearbeitungsprozesses aus unterschiedlichen Quellen festgehalten und ausgewertet werden. Reports und Statistiken dienen gleichzeitig der rechts- und revisionssicheren Dokumentation der Fälle und vermitteln der Compliance-Abteilung und Unternehmensleitung relevante Informationen.</p><p><strong>8. Kombination von Meldewegen</strong></p><p>Moderne webbasierte Hinweisgebersysteme sind modular aufgebaut und ermöglichen die Hinweiserfassung und -bearbeitung aus unterschiedlichen Quellen. Auf diese Weise können sie im Rahmen des Compliance-Managements eines Unternehmens etwa in Kombination mit einer sprachbasierten Lösung und/oder einer Ombudsperson eingesetzt werden.</p><p><strong>9. Eingrenzung der Themen</strong></p><p>Für den Schutz vor wahllosem Melden und einer missbräuchlichen Nutzung sollten unternehmensindividuelle Themenschwerpunkte definiert werden.</p><p><strong>10. Erreichbarkeit 24/7</strong></p><p>Ein großer Vorteil digitaler Meldesysteme ist die permanente Erreichbarkeit, um Regelverstöße melden zu können &#8211; national oder weltweit.</p>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-89e27d4 elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="89e27d4" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Whistleblowing-System: Die häufigsten Fragen (FAQ)</h2>		</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-ed5dd53 elementor-widget elementor-widget-toggle" data-id="ed5dd53" data-element_type="widget" data-widget_type="toggle.default">
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					<div class="elementor-toggle">
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												<a class="elementor-toggle-title" tabindex="0">Mit wie vielen Meldungen muss ich rechnen?</a>
					</div>

					<div id="elementor-tab-content-2481" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="1" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-2481"><p>Laut <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/whistleblowing-report/">Whistleblowing Report 2021</a> haben mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen Hinweise erhalten. Bei Großunternehmen (mehr als 250 Mitarbeiter) gingen im Schnitt 65 Meldungen pro Jahr ein. Bei kleineren Unternehmen (20 bis 49 Mitarbeiter) handelte es sich um 16 Meldungen. Knapp jede zweite Meldung, die bei den untersuchten Unternehmen eingegangen ist, hat sich als relevant und gehaltvoll erwiesen.</p></div>
				</div>
							<div class="elementor-toggle-item">
					<div id="elementor-tab-title-2482" class="elementor-tab-title" data-tab="2" role="button" aria-controls="elementor-tab-content-2482" aria-expanded="false">
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												<a class="elementor-toggle-title" tabindex="0">Soll ich anonymes Melden erlauben?</a>
					</div>

					<div id="elementor-tab-content-2482" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="2" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-2482"><p>Unbedingt. Der <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/whistleblowing-report/">Whistleblowing Report 2021</a> zeigt, dass bei den Unternehmen, die anonymes Melden ermöglichen, mehr als die Hälfte der Erstmeldungen auch in anonymisierter Form eingehen. Viele Hinweisgeber sind stark verunsichert und fürchten Repressalien, Mobbing oder Jobverlust.</p></div>
				</div>
							<div class="elementor-toggle-item">
					<div id="elementor-tab-title-2483" class="elementor-tab-title" data-tab="3" role="button" aria-controls="elementor-tab-content-2483" aria-expanded="false">
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													</span>
												<a class="elementor-toggle-title" tabindex="0">Wie lange dauert die Einführung eines Whistleblowing-System?</a>
					</div>

					<div id="elementor-tab-content-2483" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="3" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-2483"><p>Je nach Funktionsumfang dauert die Implementierung eines Whistleblowing-Systems von wenige Tagen bis etwa vier bis sechs Wochen.</p></div>
				</div>
							<div class="elementor-toggle-item">
					<div id="elementor-tab-title-2484" class="elementor-tab-title" data-tab="4" role="button" aria-controls="elementor-tab-content-2484" aria-expanded="false">
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													</span>
												<a class="elementor-toggle-title" tabindex="0">Wie kann ein Unternehmen Whistleblowern maximale Anonymität und Sicherheit bieten?</a>
					</div>

					<div id="elementor-tab-content-2484" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="4" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-2484"><p>Maximale Anonymität, Sicherheit und DSGVO-Konformität leisten nur digitale Whistleblowing-Systeme. Sie anonymisieren alle personenbezogenen Daten falls nötig und erfüllen im besten Fall auch die Sicherheitskriterien einer <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/sicherheit/" target="_blank" rel="noopener">ISO-Zertifizierung</a>.</p></div>
				</div>
								</div>
				</div>
				</div>
					</div>
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							<p>Leitfaden zur Einführung von Hinweisgebersystemen</p>						</div>
				</div>
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							<p>Wie Sie erfolgreich ein Hinweisgebersystem in Ihrer Organisation einführen.</p>						</div>
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		<thumbnail_link>https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2021/11/integrityline-blog-whistleblowing-hotline.jpg</thumbnail_link><p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/was-ist-ein-whistleblowing-system/">Was ist ein Whistleblowing-System? Compliance Kompakt</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/">EQS Integrity Line</a>.</p>
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		<title>Whistleblower in der Schweiz: Warum Unternehmen auf ein Hinweisgebersystem setzen sollten</title>
		<link>https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/whistleblower-schweiz/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Angelina Dongauser]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Aug 2020 12:55:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsvorschriften & Standards]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.integrityline.com/?post_type=blog&#038;p=80252</guid>

					<description><![CDATA[<p>Trotz fehlendem nationalen Gesetz: Es gibt weiterhin viele gute Gründe, anonyme Meldungen über Missstände zu ermöglichen<thumbnail_link>https://www.integrityline.com/wp-content/uploads/2021/11/integrityline-blog-whistleblower-schweiz.jpg</thumbnail_link>
<p>Der Beitrag <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/whistleblower-schweiz/">Whistleblower in der Schweiz: Warum Unternehmen auf ein Hinweisgebersystem setzen sollten</a> erschien zuerst auf <a rel="nofollow" href="https://www.integrityline.com/de-ch/">EQS Integrity Line</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="80252" class="elementor elementor-80252" data-elementor-post-type="blog">
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Whistleblower-Schutz in der EU und anderen Staaten</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Das Thema „Whistleblowing“ hat in den vergangenen Jahren in Europa stark an Bedeutung gewonnen, vor allem vor dem Hintergrund der EU-Hinweisgeberrichtlinie. Der offizielle Name der EU-Hinweisgeberrichtlinie, die am 16. Dezember 2019 in Kraft trat, ist ein wenig sperrig: „Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates zum Schutz von Personen, die Verstösse gegen das Unionsrechtmelden“. Die Botschaft dahinter ist jedoch eindeutig: Unternehmen sind in die Pflicht, Massnahmen zu ergreifen, um Mitarbeitern (aber auch externe Anspruchsgruppen wie Lieferanten oder Kunden) die Möglichkeit zu bieten, auf unethische oder illegale Verhaltensweisen hinzuweisen – ohne Sanktionen wie Entlassung oder andere Repressalien befürchten zu müssen.  </span></p><p>Zentrale Massnahme ist dabei ein vertraulicher Meldekanal, den Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern in der EU einrichten müssen. Die Mitgliedstaaten der EU hatten bis zum 17. Dezember 2021 Zeit, um die Direktive in nationale Gesetze zu überführen. Nur vier EU-Mitgliedsstaaten (Dänemark, Schweden, Portugal und Malta) kamen ihrer Pflicht innerhalb der vorgegebenen Frist nach. Einige andere Staaten (Zypern, Lettland, Frankreich und Litauen) zogen Anfang des Jahres nach, in den anderen EU-Staaten werden aktuell noch Gesetzesentwürfe diskutiert. Die EU-Kommission hat ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Länder, die die Frist versäumt haben, eingeleitet, um zusätzlichen Druck für eine zeitnahe Umsetzung zu erzeugen.</p><p>In den USA (Guidance des Department of Justice / Sarbanes-Oxley Act) oder im United Kingdom (Bribery Act) waren Hinweisgebersysteme – auch unter dem Begriff <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/blog/was-ist-ein-whistleblowing-system/">Whistleblowing-Systeme</a> geläufig – bereits zuvor durch nationale Gesetze vorgeschrieben. Welchen Schutz Hinweisgeber in unterschiedlichen europäischen Ländern genießen, können Sie auch in unserem Expertenleitfaden <a style="background-color: #ffffff;" href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/white-paper/expertenleitfaden-whistleblowing-gesetze-in-der-europaischen-union/" target="_blank" rel="noopener">&#8220;Whistleblowing-Gesetze in der Europäischen Union&#8221;</a> nachlesen.</p>						</div>
				</div>
				<div class="elementor-element elementor-element-20a3cf2 elementor-widget elementor-widget-heading" data-id="20a3cf2" data-element_type="widget" data-widget_type="heading.default">
				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Weiterhin kein nationales Gesetz für die Schweiz in Aussicht</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">Dass es diese </span><a style="background-color: #ffffff;" href="https://www.luzernerzeitung.ch/news-service/inland-schweiz/nationalrat-versenkt-neues-gesetz-fuer-besseren-schutz-von-whistleblowern-ld.1200553" target="_blank" rel="noopener">Vorschriften in der Schweiz auf absehbare Zeit nicht geben wird</a><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;"> und damit eine zwölfjährige Debatte im Jahr 2020 um einen verstärkten Whistleblower-Schutz ohne Happy End für Hinweisgeber bleibt, wird von Transparency International Schweiz weiterhin scharf kritisiert: „Ein Armutszeugnis für die Schweiz“, hiess es in der </span><a style="background-color: #ffffff;" href="https://transparency.ch/medienmitteilung/pechschwarzer-tag-fuer-whistleblowerinnen-und-whistleblower/" target="_blank" rel="noopener">Medienmitteilung der Organisation</a><span style="font-style: inherit; font-weight: inherit;">, die sich in der Korruptionsbekämpfung engagiert, zum Scheitern des Gesetzes im Nationalrat. Es sei ein pechschwarzer Tag für Whistleblowerinnen und Whistleblower in der Schweiz, die damit weiterhin völlig ungenügend gesetzlich geschützt vor Nachteilen seien. </span></p><p>Aber auch Unternehmen gehen ein Risiko ein, wenn sie die Whistleblower nicht schützen, indem sie ein Hinweisgebersystem etablieren, das anonyme Meldungen zulässt. Denn Hinweise auf Rechtsverstösse oder Verletzungen interner Regeln und Werte im Unternehmen erreichen die Verantwortlichen dann nicht oder nur in deutlich geringerer Zahl – oder aber über Umwege und mit deutlicher zeitlicher Verzögerung. </p><p>Mit anderen Worten: es fehlt weiterhin ein gesetzlich vorgeschriebenes und effizientes Frühwarnsystem, um Risiken rechtzeitig zu erkennen und Sanktionen, Strafzahlungen und Reputationsschäden abzuwenden. Gemäss einer Aussage der Bundesrätin Karin Keller-Sutter, Vorsteherin des EJPDs, wird der Bundesrat von sich aus bis auf weiteres nicht aktiv werden. Nach der letzten Ablehnung des Gesetzes, sei nun das Parlament am Zug. Es sind sich jedoch alle Beteiligten einig, dass sich der Druck auf die Schweiz erhöhen wird, den internationalen Anforderungen an den Hinweisgeberschutz nachzuziehen. </p>						</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Bewegung auf kantonaler Ebene im öffentlichen Sektor: Genfer Whistleblowing-Gesetz </h2>		</div>
				</div>
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							<p>Auch wenn auf Bundesebene der letzte Gesetzesvorstoss zum Hinweisgeberschutz 2020 scheiterte, kommt auf kantonaler Ebene Bewegung ins Spiel. Die Regierungen vieler Kantone haben den Schutz von Hinweisgebern auf die Agenda gesetzt und wollen dies zumindest für den öffentlichen Sektor regeln.</p>
<p>Der Kanton Genf hat z. B. das Gesetz <a href="https://ge.ch/grandconseil/data/odj/020308/L12261.pdf" target="_blank" rel="noopener">«Loi sur la protection des lanceurs d’alerte au sein de l’Etat (LPLA) (12261)»</a> (Gesetz zum Schutz von Whistleblowern Whistleblower im Staat Genf) verabschiedet, welches am 26. März 2022 in Kraft getreten ist. Das Gesetz betrifft sämtliche Mitarbeiter aller kantonalen Verwaltungen und Departemente, die Staatskanzlei, den grossen Rat, alle Gemeindebehörden, die Universität Genf, die Fachhochschule Westschweiz und andere autonome öffentliche Einrichtungen des Kantons. Der Whistleblower kann einen Hinweis auf Wunsch anonym abgeben. Darüber hinaus erhält der Whistleblower einen besonderen Schutz gegen berufliche Nachteile und andere Repressalien. Die Schutzmassnahmen verhindern auch eine Anschuldigung des Hinweisgebers hinsichtlich einer Verletzung des Amtsgeheimnisses, der Treue-, Sorgfalts- oder Schweigepflicht.&nbsp;</p>
<p>Den betroffenen öffentlichen Einrichtungen steht die speziell für dieses Gesetz gegründete Vertrauensgruppe des Kantons Genf zur Seite. Diese stellt einen anonymen Meldekanal zur Verfügung, sorgt für den Schutz des Whistleblowers, beantwortet sämtliche Fragen rund um das Gesetz und stellt sicher, dass der Whistleblower keine beruflichen Nachteile erfährt. Alternativ können die vom Gesetz betroffenen Einrichtungen auch einen eigenen Meldekanal einrichten, der dem Gesetz entspricht.</p>
<p>Die betroffenen kantonalen Behörden und Institutionen haben ab dem Inkrafttreten des Gesetzes sechs Monate Zeit, um die Vertrauensgruppe in Anspruch zu nehmen oder eine anderen Meldekanal für Whistleblower zu implementieren. Die entsprechende Verordnung trat ebenfalls am 26. März 2022 in Kraft. Weitere Informationen sowie Antworten zu den wichtigsten Fragen für betroffenen Mitarbeiter sind auf der <a href="https://www.ge.ch/lancer-alerte-beneficier-protection" target="_blank" rel="noopener">Webseite des Kanton Genf</a> zu finden.</p>
<p>Auch im Kanton Tessin steht ein ähnliches Gesetz für den öffentlichen Sektor kurz vor der Verabschiedung im Kantonsparlament.&nbsp;&nbsp;</p>						</div>
				</div>
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			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Proaktiv Schaden abwenden dank Hinweisgebersystem</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Wie wirkungsvoll und dringend erforderlich ein richtig ausgestaltetes und kommuniziertes Hinweisgebersystem ist, zeigt ein Blick in den <a href="https://www.integrityline.com/de-ch/knowhow/white-paper/whistleblowing-report/">Whistleblowing Report 2021</a>*: Danach war im Jahr 2020 fast jedes dritte der befragten Unternehmen in der Schweiz von Missständen betroffen. Die Schäden waren teilweise beträchtlich: Den finanziellen Gesamtschaden durch Missstände beziffern ein Drittel der Schweizer Unternehmen mit mehr als 100&#8217;000 Euro. Dies ist im Vergleich zum Whistleblowing Report 2020 eine deutliche Steigerung – denn im Jahr 2019 lag der finanzielle Gesamtschaden noch bei 21 Prozent der Schweizer Unternehmen bei über 100 000 Euro. Erfreulich dabei war jedoch, dass über 27,6 Prozent der befragten Schweizer Unternehmen 80 Prozent des finanziellen Gesamtschadens aufdecken konnten. </p><p>Es zahlt sich also aus, proaktiv tätig zu werden – auch wenn es der Gesetzgeber nicht verlangt. Die Schweizer Unternehmen waren hier bereits in der Vergangenheit vorbildlich: Laut Whistleblowing Report 2021 haben bereits fast 65 Prozent der Schweizer Unternehmen eine interne Meldestelle für Hinweisgeber eingerichtet, bei den Grossunternehmen waren es sogar 73,1 Prozent. Damit liegt die Schweiz deutlich hinter Grossbritannien (73,0%), ungefähr gleichauf mit Deutschland (63,2%) und weit vor Frankreich (54,1%). <span style="font-size: 1rem;"> </span></p><p> </p><p><i>* Der Whistleblowing Report 2021 wurde von der Fachhochschule Graubünden in Zusammenarbeit mit der EQS Group erstellt. Im Rahmen dieser Studie wurde Vertreter von 296 britischen, 291 deutschen, 338 französischen und 314 Schweizer Unternehmen befragt. </i></p>						</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Bedeutung der EU-Richtlinie für die Schweiz – Handlungsbedarf für betroffene Unternehmen</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Dass die nationale Gesetzgebung keinen Whistleblower-Schutz fordert und die EU-Hinweisgeberrichtlinie keinen Einfluss auf die Tätigkeit von Schweizer Unternehmen innerhalb der eigenen Landesgrenzen hat, bedeutet jedoch nicht, dass diese die EU-Regelungen ignorieren können. </p><p>Ganz im Gegenteil: Vor allem für international agierende Konzerne in der Schweiz, die Niederlassungen oder Tochtergesellschaften mit mehr als 50 Mitarbeitern im EU-Ausland unterhalten, besteht dringender Handlungsbedarf. Denn sie unterliegen mit ihren Auslandstöchtern EU-Recht und müssen deshalb einen internen Kanal einrichten, über den Compliance-Verstösse anonym gemeldet werden können. </p><p>Auch Philipp Luettmann, Partner und Berater für die Bereiche forensische Untersuchungen, Corporate Compliance Management und Krisenmanagement bei Deloitte Schweiz, rät Schweizer Unternehmen, dringend eine Umsetzung der Vorgaben aus der EU-Richtlinie zu überprüfen. Um einen einheitlichen Standard im Unternehmen sicherzustellen, sollte dies jedoch nicht nur in den ausländischen Niederlassungen geschehen, sondern im ganzen Konzern. Also sollten auch Angestellte in der Schweiz die Möglichkeit haben, Missstände zu melden, ohne dabei ein unkalkulierbares Risiko einzugehen. Denn aktuell müssen diese weiterhin befürchten, wegen Verstössen gegen die arbeitsrechtliche Treuepflicht, den Datenschutz oder Geheimhaltungspflichten zur Verantwortung gezogen zu werden.</p>						</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
			<h2 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Whistleblower-Plattformen für eine gute Corporate Governance</h2>		</div>
				</div>
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				<div class="elementor-widget-container">
							<p>Durch die Einführung einer internen Meldemöglichkeit demonstriere ein Unternehmen ausserdem eine seine gute Corporate Governance, eine umfassende Risikominimierung und die Schaffung einer Unternehmenskultur, die ein hohes Mass an Ethik und Vertrauen in ihre festgelegten Unternehmenswerte fördert, erklärt Luettmann weiter. Und darüber hinaus erfüllen Schweizer Unternehmen damit die Erwartungen und Ansprüche der Konzerne aus der Europäischen Union an die Compliance ihrer Zulieferer und Geschäftspartner. </p>						</div>
				</div>
					</div>
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							<p>Leitfaden zur Einführung von Hinweisgebersystemen</p>						</div>
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							<p>Wie Sie erfolgreich ein Hinweisgebersystem in Ihrer Organisation einführen.</p>						</div>
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